10 Gedanken zu „Eingefahrene Gleise“

  1. Schön wäre eine Blockade auf a4, aber die Umwandlung in eine Dame auf e1 ergibt ein Problem (1.Ld2 2.Lc1 3. e1D 4.Db4/a5 5.Da4 und Dh8-b2 ist wegen des Lc1 kein Matt). Die Umwandlung in einen Turm führt “wägen Rägel” nicht zum Ziel (1.Ld2 2.Lc1 3.e1T 4.Te4 5.Ta4 würde Dc3# erlauben, wenn der Be4 nicht wäre). Als Zwischenerkenntnis halten wir hier fest, dass der Be4 wohl nicht zur Lösung beitragen, sondern die Nebenlösung verhindern soll. Ansonsten gehe ich jetzt noch mit dem Hund raus und danach den Akku aufladen.

  2. Genau das waren auch meine Versuche (okay, ich habe mich noch davon überzeugt, dass ein schwarzer Springer auf a4 das geplante Matt durch Dh8-b2/c3 verhindern würde) und dann bin ich nicht mehr weitergekommen.

  3. Wir haben also festgestellt, dass eine Blockade von a4 nicht oder zumindest nicht schnell genug möglich ist. Somit ist es Zeit, ein anderes Mattbild zu suchen und die eingefahrenen Gleise zu verlassen (oder, anders formuliert, das Offensichtliche in Frage zu stellen).

    Unklar ist allerdings noch, was der Ba2 soll.

  4. Wenn der a2 ohnehin vom Brett verschwinden kann, dann machen wir das doch einfach mal als Bestandteil der Lösung :-)

  5. Gute Idee. Gibt es sonst jemanden in der geschätzten Leserschaft, der sich zum Fahrdienstleiter berufen fühlt und die Weiche stellt, um das gewohnte Gleis zu verlassen?

  6. Ich bin kein Fahrdienstleiter, aber der Tipp des Entfernens vom Bauer a2 als Teil der Lösung führt mich zum Mattbild Dxa2#, die Dame sollte also von g8 ziehen. Ergo: 1.Lb4 h5 2.Lf8 h6 3.Lg7 hxg7 4.e1L g8D 5.Lb4 (schon wieder!) 6.Dxa2#

    Dank an den Hartplatzhelden!

  7. Perfekt! Danke fürs Mitmachen!

    Im Problemschach-Slang redet man hier offenbar von einem Phönix-Läufer (das ist selbsterklärend) und dem Meerane-Thema (erster Zug = Mattzug). Mir hat es jedenfalls gefallen, auch mit dem Bauern auf a2. Aber ich bin auch nur interessierter Laie.

  8. Stefan, da meine Mail nicht zugestellt werden konnte (?) – das Meerane-Thema geht auf Mirko Degenkolbe zurück, der das “erfunden” und propagiert hat anlässlich einer Schwalbe-Tagung in Meerane, seinem Wohnort.

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