Fast leer

Eine berühm­te und viel­fach nach­ge­druck­te Auf­ga­be des spa­ni­schen Kom­po­nis­ten Julio Sun­y­er (1888–1957). Weiß und Schwarz neh­men jeweils ihren letz­ten Halb­zug zurück, danach steht ein Hilfs­matt in 1 auf dem Brett; das heißt, Schwarz macht einen Halb­zug und Weiß kann anschlie­ßend mattsetzen.

Im Wett­kampf­schach hat­te Julio Sun­y­er offen­bar eine uner­wi­der­te Lie­be zur Orang-Utan-Eröffnung. 

Kategorien: Schachaufgaben

9 Kommentare

  1. Stimmt, die Auf­ga­be ist sehr bekannt. Ich muss mich daher als poten­ti­el­len Löser selbst dis­qua­li­fi­zie­ren. (Ich mei­ne, ich hät­te sie in einem Band der Schach­ku­rio­si­tä­ten von Krab­bé gese­hen. Ich kann aber schlecht das The­ma des Kapi­tels nen­nen, in dem ich sie ver­mu­te, das wäre näm­lich ein ähn­lich star­ker Hin­weis wie „Eck­sprin­ger“.) Also viel Erfolg bei der Suche denen, die die Auf­ga­be noch nicht kennen.

  2. Stefan

    19. November 2020 — 19:49

    Ich habe mal die Schlag­wör­ter ergänzt, um die Lösung zu erleichtern.

  3. Na ja, ich hät­te als ers­ten Hin­weis den Tipp gege­ben, dass die gespie­gel­te Stel­lung Ka5 und Kd8 nicht lös­bar ist…

  4. Stefan

    19. November 2020 — 22:12

    Wenn ein schwar­zer König auf e8 steht, gehen doch ohne­hin alle Alarm­lämp­chen des Pro­blem­freun­des an!

  5. Ich glau­be ich hab es. Trotz des Winks mit dem Zaun­pfahl war das eine schwe­re Geburt. Bei die­ser Art von Auf­ga­be muss man eine ziem­lich wil­de Phan­ta­sie haben. Weiß nimmt Kg6xTh5 zurück, Schwarz Th8xDh5. Nun könn­te schwarz klein röcheln (im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes) und Weiß Dh5-h7# spie­len und dem Scha­ber­nack ein Ende bereiten.

  6. Ich konn­te es auch nur mit dem Schlag­wort „Rocha­de“ lösen, der König auf e8 war für mich zunächst über­haupt nicht ver­däch­tig. Und selbst danach stör­ten noch Pro­ble­me wie
    1) auf h5 kann kei­ne wei­ße Dame sein, dann steht näm­lich der Ke8 im Schach und darf nicht rochieren
    2) ein wei­ßer Turm auf h5 kann irgend­wie nicht direkt mattsetzen
    Es ist ähn­lich wie bei den Spiel­stär­ken auf der Schach­olym­pia­de: es gibt hier ein enor­mes Pro­blem­lö­se­stär­ke­gefäl­le von MiBu und Ste­fan bis zu Alex und LowScore! :-)

  7. Naja, ich bin beim Lösen natür­lich ein biss­chen im Vor­teil, weil ich die Lösung schon kenne :)

  8. Kann ich bestä­ti­gen, bei Kennt­nis der Lösung genügt ein flüch­ti­ger Blick aufs Dia­gramm. Das erwähn­te Kapi­tel in Krabbés Büch­lein beschäf­tigt sich natür­lich mit der Rochade.

  9. PS: Ich habe das Büch­lein (Schach-Bbe­son­der­hei­ten Band 1) gera­de noch mal zur Hand genom­men, in der Tat ist dort die­se Auf­ga­be auf Sei­te 37 abgedruckt.

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