Schachblätter

Retro (35)

Die Auf­ga­be sieht auf den ers­ten Blick ein­fach aus, auf den zwei­ten Blick hat sie einen hüb­schen Trick.

Kategorien: Schachaufgaben

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9 Kommentare

  1. Hm…ich hab jetzt heu­te Nacht auf die Schnel­le kei­ne kon­kre­te Lösung parat. Die Ãœber­schrift sowie die Schlag­wör­ter las­sen mich ver­mu­ten, dass nach­ge­wie­sen wer­den muss, dass Weiß noch lan­ge Rocha­de machen kann ODER, dass der letz­te schwar­ze Zug …g7-g5 gewe­sen ist, was en-pas­sant ermög­li­chen wür­de. Bei­des ermög­licht das gefor­der­te Matt in 2 .
    Ein paar Gedan­ken zu …g7-g5: Wenn das der letz­te Zug gewe­sen ist, muss der Lf8 ein Umwand­lungs­läu­fer sein, eben­so wie der Ld8. 

    Jetzt sit­ze ich hier trotz­dem schon 30 Minu­ten, habe Geschrie­be­nes wie­der gelöscht und mein Gehirn ist irgend­wie ver­dreht. Ich habe auch fast eine Ver­mu­tung, wor­in der Twist besteht (wel­chen ich hier jedoch nicht spoi­lern möch­te). Even­tu­ell befas­se ich mich mor­gen noch­mal damit.

  2. Als Laie hät­te ich zuerst an 0–0‑0 und Th1# gedacht, aber das ist zu einfach.
    Bleibt „g7-g5“ als letz­ter schwar­ze Zug und dann gin­ge jetzt fg e.p. (Hal­lo Schlag­wort !) und g7#
    Dann müs­sen die schwarz­feld­ri­gen Läu­fer auf d8 und f8 aber vor­her durch Umwand­lung ent­stan­den sein, sonst kommt ja kei­ner an e7 und g7 gleich­zei­tig vor­bei, aber die Kon­struk­ti­on dafür – die dann bestimmt auch zei­gen wür­de, daß die Rocha­de unmög­lich ist – ist mir zu hoch.

  3. Viel­leicht hilft fol­gen­der Hin­weis wei­ter: Wenn der Ld8 durch Umwand­lung enstan­den ist, dann kann Weiß nicht mehr rochie­ren – die Umwandllung kann ja nur durch d2xc1L erfolgt sein, und dann muss der Ke1 schon mal gezo­gen haben.

  4. Die Ent­ste­hung des Umwand­lungs­läu­fers durch h2xg1L müss­te dann auch noch aus­ge­schlos­sen werden.

  5. Okay, wei­te­rer Hin­weis: Man zäh­le bit­te die feh­len­den wei­ßen Figu­ren und ach­te auf die schwar­ze Bauernkonstellation.

  6. Auf­grund der bis­he­ri­gen Kom­men­ta­re bin ich geneigt zu sagen, dass die Lösung lau­tet: Das hängt vom letz­ten schwar­zen Zug ab; jeden­falls sehe ich nicht, wie man nach­wei­sen könn­te, ob der letz­te schwar­ze Zug … g7-g5 ist (wonach die lan­ge Rocha­de nicht zuläs­sig ist, wohl aber fxg6) oder eben nicht (wonach die lan­ge Rocha­de zuläs­sig ist, da sich das Gegen­teil nicht bewei­sen lässt).

  7. Thomas Schumacher

    22. November 2020 — 14:18

    Ich ver­mag nicht zu erken­nen, wor­aus sich zwin­gend erge­ben soll­te, dass der schwar­ze Läu­fer eine Umwand­lungs­fi­gur ist. Die Rocha­de ist zuläs­sig, solan­ge sich aus der Stel­lung nicht zwin­gend ergibt, dass sie aus­ge­schlos­sen ist. Also 1. 0–0‑0 und 2. Th1#. Erwä­gun­gen zu einem even­tu­ell unmit­tel­bar vor­her­ge­hen­den Dop­pel­zug des g‑Bauern erüb­ri­gen sich, da nicht zwin­gend nach­ge­wie­sen wer­den kann, dass dies der ein­zig mög­li­che letz­te Zug von Schwarz war.

  8. Wenn der Lf8 eine Umwand­lungs­fi­gur ist, hat Weiß die Schlag­zü­ge hxg, gxf, dxe, exf, axb, bxc, cxd, dxe, exf und z.B. Sxf8 aus­ge­führt. Das sind zehn und es sind noch sechs schwar­ze Stei­ne auf dem Brett – kommt so gera­de hin. Wenn Schwarz hxg1L gespielt haben soll­te, hat er als wei­te­re Schlag­zü­ge dxe, exf und fxg aus­ge­führt, was auch noch gera­de hin­kä­me bei vier feh­len­den wei­ßen Stei­nen. Aller­dings ist das rei­ne Zäh­len nicht aus­rei­chend, denn es stellt sich die Fra­ge, wo der schwarz a‑Bauer geschla­gen wur­de. Auf der a‑Linie kann es nicht gewe­sen sein, da Weiß nicht dort­hin schlug. Somit kommt nur die Umwand­lung auf a1 in Betracht (bei axb1 fehlt ein Schlag­zug). Somit muss dann der Turm schon gezo­gen haben.
    Die Schluss­fol­ge­rung dar­aus lau­tet, dass g7-g5 als letz­ter Zug bewei­sen wür­de, dass die Rocha­de nicht geht, weil dann ent­we­der der König oder der Turm schon gezo­gen haben. Ich fra­ge mich (bis­her ohne ein­deu­ti­ges Ergeb­nis), ob man beim Bau­ern­klum­pen am Königs­flü­gel den Nach­weis füh­ren kann, das 0. – g7-g5 nicht sein kann.

    Zu dem The­ma fin­det sich bei Krab­bé (Schach­ku­rio­si­tä­ten Band 1, S.80) eine Auf­ga­be mit einer ande­ren Form des von Hart­platz­held beschrie­be­nen Para­do­xons: wKf5, Td5, Lf6, Bh5h6, sKe8, Th8, Bg5 – Matt in 2.

  9. @Thomas Schu­ma­cher: Völ­lig rich­tig, ande­rer­seits könn­te man auch argu­men­tie­ren, dass die lan­ge Rocha­de nicht in jedem Fall die rich­ti­ge Lösung ist. Aber ich weiß auch nicht, wie das im Pro­blemschach defi­niert wird.

    Die Lösung des Autors lau­tet jeden­falls 1. 0–0‑0!, es sei denn, 0. … g7-g5, dann 1. fxg6 e.p.!

    Kunst­voll fin­de ich ja, dass die Kon­struk­ti­on des Retro­teils der Auf­ga­be zugleich die Neben­lö­sun­gen 1. Ke2 und 1. Kf2 verhindert.

    Dan­ke an alle Mitlöser!

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