Schachblätter

Hilfsmatt (4)

hilfsmatt4
8/8/4BP2/5P2/2qbkp2/4N3/2RP4/4K1n1 b – - 0 1

Mei­ne Not habe ich ja schon geschil­dert. Hier kommt die Auf­ga­be dazu. Um mein neu erwach­tes Inter­es­se am Pro­blemschach zu befeu­ern, such­te ich vor­ges­tern einen Kiosk auf und kauf­te die Schach 7/09. Ich hat­te mich dar­an erin­nert, dass es die Sei­ten Pro­ble­me und Stu­di­en wie durch ein Wun­der geschafft hat­ten, das Wen­de­jahr 1989 zu über­ste­hen. Aktu­el­ler Stand: Drei Zwei­zü­ger und zwei Hilfs­matts gelöst. Das reicht hof­fent­lich schon mal für eine Auf­nah­me in die Löser­lis­te. An die­ser Auf­ga­be von Wita­li Medi­n­zew bei­ße ich mir aber die Zäh­ne aus.

Selbst­matt Hilfs­matt in zwei Zügen. Zwei Lösun­gen! Ant­wor­ten bit­te als Kommentar.

Und macht euch bit­te nicht über mich lustig. 

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16 Kommentare

  1. Die Ãœber­schrift lau­tet „Hilfs­matt“, die Auf­ga­ben­stel­lung „Selbst­matt“?? [Der Stel­lung nach zu urtei­len muss es aller­dings ein Hilfs­matt sein.]

  2. Stefan

    17. Juli 2009 — 08:58

    Oh, ver­wech­selt.
    Bin etwas durcheinander.

  3. Die ers­te Lösung ist wohl 1.Dxc2 Lb3 2.Kd3 Lxc2 matt. Die zwei­te habe ich noch nicht gefun­den und muss jetzt Außen­ter­mi­ne wahr­neh­men, kommt also frü­hes­tens heu­te nachmittag.

  4. Werner Berger

    17. Juli 2009 — 09:58

    Ohne Außen­ter­min die zwei­te Lösung:
    1.Dxe6 Tc6 2.Ke5 Txe6 matt.
    Ich glau­be, im Pro­blemschach nennt man so etwas „Echo“.

  5. Dan­ke für die Hil­fe. Schlag­zü­ge fand ich unäs­the­tisch. Erwä­ge, mei­ne Pro­blemschach-Kar­rie­re wie­der zu beenden.

  6. Irgend­wo stand mal, dass im Pro­blemschach Pro­ble­me, die mit einem Schlag­fall begin­nen, „zweit­klas­sig“ sei­en!? Aber klar, wenn man so wie ich auch mal wie­der nix raus­be­kom­men hat, mosert man über alles :)

  7. Das kommt glau­be ich aus der alt­deut­schen Kom­bi­na­ti­ons­schu­le von Johann Ber­ger. Sieht man modern wahr­schein­lich nicht mehr so eng. 

    Aber die­ses Pro­blem ist gera­de des­halb schön: Wenn Schwarz den Turm schlägt, setzt der Läu­fer matt, wenn er den Läu­fer schlägt, setzt der Turm matt. Der Zau­ber der Sym­me­trie eben.

  8. Schlag­zü­ge fand ich unästhetisch 

    Ent­schul­di­ge – mit die­sem Wis­sen hät­te ich das Jubi­lä­ums­pro­blem dann doch umstri­cken – oder zumin­dest die ers­ten bei­den Halb­zü­ge ampu­tie­ren – müssen.

  9. Ach­ja, für die zwei­te „schräg-sym­me­tri­sche“ Vari­an­te hät­te die Zeit heu­te mor­gen auch noch genü­gen sol­len, aber in die­se Rich­tung hat­te ich noch gar nicht gedacht. Ein erfah­re­rer Pro­ble­mist hät­te bei dem Zwil­ling nach dem Auf­fin­den der ers­ten Lösung die zwei­te inner­halb von Sekun­den gefun­den, weil er dann the­ma­tisch gesucht hät­te und nicht klas­sisch varianten-orientiert.

    Ästhetik ist ja kein objek­tiv fest­stell­ba­rer Wert; es mag sein, dass im ortho­do­xen Pro­blemschach (Matt in n Zügen) Schlag­schlüs­sel, die den Ver­tei­di­ger schwä­chen, ver­pönt sind, aber bei hete­ro­do­xen Auf­ga­ben wie Selbst- oder Hilfs­matt dezi­miert ein Schlag­schlüs­sel die Trup­pen des­sen, der Matt set­zen soll und ist daher wohl eher tole­riert. Es wäre aber völ­lig ver­mes­sen, mich da als Ken­ner der Mate­rie zu gerie­ren, auf dem Sek­tor bin ich noch nicht mal Amateur.

    @Stefan: Kopf hoch, wird schon wie­der! Soll­test Du jetzt wie­der bei der Schwal­be aus­tre­ten, hät­test Du wohl die kür­zes­te Mit­glied­schaft aller Zei­ten gehabt ;-)

  10. Stefan

    17. Juli 2009 — 20:06

    @rank zero: Ich gewöh­ne mich um. Gera­de ein Hilfs­matt mit einem Schach­ge­bot zwi­schen­durch gelöst. 

    @MiBu: Bis jetzt habe noch kei­ne Nach­richt von der Schwal­be, wie mit mei­nem Auf­nah­me­an­trag ver­fah­ren wer­den soll. Ihr Zögern ist natür­lich all­zu ver­ständ­lich. Aber ich ler­ne dazu. Zwi­schen­zeit­lich bereits wei­te­re zwei­ein­halb Hilfs­matts und einen Drei­zü­ger gelöst.

  11. Äh, was ist denn ein hal­bes Hilfs­matt? Eine Auf­ga­be auf 32 Fel­dern ja wohl kaum…

  12. Stefan

    17. Juli 2009 — 21:46

    In der Hilfs­matt-Sze­ne scheint es üblich zu sein, dass man Auf­ga­ben mit meh­re­ren Lösungs­mög­lich­kei­ten stellt. Ich hat­te eine von zwei ermit­telt, mitt­ler­wei­le aber auch die zwei­te und einen Drei­zü­ger mit wenig Material.

    An die Selbst­matts traue ich mich noch nicht her­an. Von den Stu­di­en ganz zu schweigen.

  13. Haha, gefun­den: ABC des Schach­spiels, Awerbach/ Bei­lin, 8. Auf­la­ge, Sport­ver­lag Ber­lin, 1983, S. 145: “ Sie wer­den bemerkt haben, daß…Weiß jeweils mit sei­nem ers­ten Zug weder Schach bot, noch eine Figur oder einen Bau­ern schlug. Das war kein Zufall, son­dern die Regel. Bei einem guten Pro­blem darf die Lösung, beson­ders ihr ers­ter Zug, nichts ins Auge fal­len. Ein Schach oder ein Schla­gen drängt sich immer am ehes­ten auf. Es wird des­halb gewöhn­lich ver­mie­den.“ Also sind die nahe­lie­gends­ten Züge doch manch­mal die Besten…

  14. Stefan

    18. Juli 2009 — 13:45

    ABC des Schach­spiels habe ich komi­scher­wei­se nie gele­sen, zu sys­tem­nah ;-) Ich hat­te noch von mei­nem Vater eine Aus­ga­be von Maiselis/Judowitsch: Lehr­buch des Schach­spiels. Ich hof­fe, du hast inzwi­schen auch ande­re Schachbücher …

    Schach­pro­gram­me wer­den offen­bar anders sozia­li­siert als Pro­blemschach­lö­ser, sie unter­su­chen ja zuerst Schlag­zü­ge und Schachgebote.

  15. Werner Berger

    18. Juli 2009 — 16:17

    Ich wür­de eher bei Johann Ber­ger: „Das Schach­pro­blem und des­sen kunst­ge­rech­te Dar­stel­lung“ nachschlagen.

  16. @Stefan @Werner Ber­ger : Uff, von den bei­den Büchern hab ich ja noch nie was gehört! Geschwei­ge denn gelesen…Da muss ich mich mal kümmern!!

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