Schachblätter

Selbstmatt (5.5)

selbstmatt55
7k/B4Pp1/6P1/8/5Np1/4p1Rp/4Pp2/5K2 w – - 0 1

Eigentlich wollte ich langsam zu den Hilfsmatts überleiten, aber Werners Kommentar erspart mir heute eine Menge Blog-Arbeit. Vielen Dank dafür!

Selbstmatt in vier Zügen. Vorschläge bitte als Kommentar. Eine Quellenangabe wäre auch schön.

Kategorien: Schachaufgaben

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39 Kommentare

  1. Quelle kann ich nicht angeben, Lösung aber schon denke ich:
    1.Lb8 h2 2.Sg2 Nun setzen h1D und h1T sofort matt. Auf h1S folgt 3.La7 Sxg3matt und auf h1L 3.Th3+ gxh3 4.Lh2 und Schwarz hat die Wahl zwischen hxg2 oder Lxg2matt.

  2. Werner Berger

    17. Juli 2009 — 00:03

    Kaissiber-Abonnenten kennen das Problem und seine Quelle seit Donnerstag.

  3. Stefan

    17. Juli 2009 — 08:00

    Nummer 34, Seite 61. Ich habe gestern nachmittag schnell weitergeblättert, aber MiBu war einfach zu schnell.

    Das Problem ist von Esteban Canal, Schlesische Zeitung, 4. Juni 1916.

    Zum neuen Kaissiber nächstens mehr.

  4. Ohne die Kommentare zu lesen, hatte ich diese Aufgabe erstaunlicherweise auch bereits nach 2 Minuten am Brett gelöst. Das wäre vor ein paar Wochen noch nicht denkbar gewesen, aber schachblaetter.de lesen bildet.

  5. Danke für die Blumen! Eine gewissen pädagogische Erbmasse kann ich nicht verleugnen. Ich fürchte nur, die Taktik-Freunde in der Leserschaft kommen momentan etwas zu kurz. Ganz abgesehen von den Freunden des chinesischen und japanischen Schachs.

  6. Okay, bevor hier über Kanonen und ähnliche Figuren mir nicht näher bekannter asiatischer Schachversionen berichtet wird, möchte ich auch mal eine Aufgabe beisteuern, die allerdings auch nur bedingt taktisch ist und auch nur bedingt mit der o.g. Thematik zu tun hat.

    Es handelt sich um einen Hybrid zwischen Studie und Mattaufgabe, Autor ist glaube ich Kasparjan, Quelle kann ich leider nicht benennen. W: Kg8, Lc8, Sd6, Bf4g3h4; S: Kh5, Tf2, Th1, Bf6g5h6. Weiß gewinnt, und angesichts der Materialkonstellation geht das nur durch Mattsetzen, also alternativ: Matt in 7. Viel Erfolg!
    (Die Aufgabe ist m.E. nicht sehr schwer – schon der Schlüsselzug ist zu offensichtlich, und die Varianten sind recht linear – aber die thematische Schlussstellung der beiden längeren Varianten ist extrem ästhetisch.)

  7. Stefan

    21. Juli 2009 — 13:03

    Danke! Da muss ich mir ja gar nicht die Mühe machen, ein Diagramm zu produzieren, das gibt es schon hier. Nach Rank zeros Verdikt hat sich niemand mehr zu sagen gewagt, dass er die Aufgabe nicht kennt ;-)

  8. Ohje, mal wieder das Rad nacherfunden. Werde in den nächsten Tagen zu Hause mal tiefer in der Literatur buddeln und hoffen, etwas weniger bekanntes ans Tageslicht zu zerren.

  9. Nächster Versuch, wieder von und mit Kasparjan, einem der größten Studienkomponisten aller Zeiten! Den 1.Platz im Kubbel-Gedenkturnier 1946 belegte er mit folgender recht partienaher Stellung, die hier hoffentlich noch nicht besprochen wurde: wKe2, Tg5, Sh5, Bd3h6; sKc3, Tc6, Lc7, Be7. Die Aufgabe ist wohl klar – Weiß gewinnt!

  10. @MiBu:
    Als erster Zug kommt irgendwie nur Sg7 in Frage. Verhindert das Turmschach auf e6, auf Txh6 kann Weiß den Läufer abholen und es droht Tc5+ Txc5 nebst h7 und der schwarze Turm kann nicht nach h5. Zudem macht Sg7 auch noch die Diagonale für den Läufer dicht. Ich sehe ehrlicherweise keine schwarze Verteidigungsidee.

  11. CBartolomaeus

    22. Juli 2009 — 23:16

    @SHL Ganz so simpel dürfte es nicht sein. Beispielsweise reicht es nicht, nach 1. Sg7 Txh6 2. Tc5+ Kd4 einfach mit 3. Txc7 den Läufer abzuholen. 3. … Th2+ nebst 4. … Kxd3 ist für Weiß nicht zu gewinnen.

  12. @Barto:
    Was sollte mich denn daran hindern, noch kurz ein Zwischenschach auf c4 einzustreuen? Also nicht 3. Txc7?, sondern 3. Tc4+ nebst 4. Txc7.

  13. CBartolomaeus

    22. Juli 2009 — 23:48

    @SHL: Na direkt hindern tut dich daran nichts. Aber du musst dir zumindest Gedanken machen, ob du nach 3. Tc4+ Ke5 4. Txc7 wirklich gewinnst. Insbesondere müsste man wohl 4. … Kf6 aber auch 4. … Th2+ 5. K?1 mit anschließendem 5. … Kd4 berechnen.

  14. CBartolomaeus

    23. Juli 2009 — 00:28

    Ich bin übrigens nicht sicher, wie obige Varianten wirklich ausgehen. Alternativ habe ich ein bisschen über 1. h7 nachgedacht, komme aber zu keinem klaren Ergebnis. 1. … Th6 dürfte nach 2. Tc5+ K~ 3. Txc7 gewonnen sein, weil Schwarz sich 3. … Txh5 4. Txe7 nicht leisten kann. Auf 3. … Txh7 folgt aber 4. Sf4 und bei verbleibendem Bd3 sollte der Mehrspringer zum Sieg reichen.

    Auf 1. … Te6+ 2. Kf3 Th6 sieht 3. Sf6 irgendwie interessant aus. Vielleicht ist das aber auch nur eine fixe Idee.

  15. CBartolomaeus

    23. Juli 2009 — 00:46

    Ähm ja, sieht ganz wie eine fixe Idee aus: 3. … Tf6+ 4. Kg4 Th6 5. Th5 Txh7 6. Txh7 Kxd3 =

    Naja, ich lasse es für heute ;-)

  16. Stefan

    23. Juli 2009 — 06:11

    Schön, dass das Blog auch ohne mich funktioniert. Ich trage mal das Diagramm nach, auch wenn hier scheinbar aus dem Kopf gelöst wird:

    kasparjan3
    8/2b1p3/2r4P/6RN/8/2kP4/4K3/8 w – - 0 1

  17. Wir halten schon mal fest, dass 1.h7? an Te6+ 2.K~ Th6 scheitert (3.Tc5+ Kxd3 4.Txc7 Txh7! ist Remis), soweit ist alles klar.
    1. Sg7 ist richtig, es folgt 1.-Txh6 2.Tc5+ Kd4 3.Tc4+! Ke5 4.Txc7 Kf6 [nicht 4.-Th2+ wegen 5.Ke3] 5.Se8+ Kf7 6.Tc8 Te6+. Wie geht’s weiter?

  18. CBartolomaeus

    23. Juli 2009 — 09:09

    Ah ja, in der Variante 1. Sg7 Txg6 2. Tc5+ Kd4 3. Tc4+ Ke5 4. Txc7 Th2+ ist 5. Ke3 möglich, weil der weiße König auf 5. … Th3+ nicht nach e2 zurückweichen muss, sondern den Turmschachs über d2 in Richtung c3 entfliehen kann. Das hatte ich (u.a.) gestern übersehen.

  19. Stefan

    24. Juli 2009 — 08:13

    Ich gebe mal wieder ein Diagramm:

    kasparjan4
    2R1N3/4pk2/4r3/8/8/3P4/4K3/8 w – - 0 7

    Jetzt muss ein langfristiger Plan her, wie der weiße Springer zu befreien ist.

  20. Ist das so?

    Kann Schwarz den Springer überhaupt abholen?

    Beispiel:
    7. Kf3 Tg6 8. Ke4 Tg8 9. Sd6+ exd6 10. Txg8 Kxg8 11. Kd5 +-

  21. @SHL: 8.-Tg8? verliert, aber 8.-Tg4+! hält Remis. Falls Ke5 oder d5 Tg5+ und auf Kf5 folgt Td4. Das war noch nicht der richtige Weg.

  22. Bist Du Dir sicher, dass 8.…Tg4+ remis hält? Was ist denn die Verteidigungsidee des Schwarzen nach 9. Kd5 Tg5+ 10. Kc6 ?

  23. Werner Berger

    24. Juli 2009 — 19:15

    Gibt es hier eigentlich so etwas wie eine Suchfunktion?
    Wo und wie finde ich ältere Beiträge?

  24. Stefan

    24. Juli 2009 — 20:07

    Eine Suchfunktion steht auch auf meiner Wunschliste. Solange kann vielleicht Christians Hinweis helfen.

  25. @SHL: Ich dachte, man könnte 10.-Tg6+ 11.Kb7 Tg1 spielen, aber letztlich ist das im Remissinne für Schwarz alles nicht so klar. Ich muss die Variante für Schwarz verbessern und habe dafür drei Vorschläge:
    a) 7.Kf3 Tg6 8.Ke4 Te6+ 9.Kd5 Te1 (10.T~8 oder Sc7 Tc1)
    b) 7.Kf3 Te1
    c) direkt 6.-Tg6 statt Te6+, was aber der Studie z.T. ihren Reiz nehmen würde

    Lösetipp: Auf Te6+ gewinnt kurzzügig ein eher unwahrscheinlicher Zug (sonst wäre es ja keine preiswürdige Studie). Es geht um einen taktischen Weg, den S zu befreien, aber nicht so langfristig wie Stefan wohl meint.

  26. CBartolomaeus

    24. Juli 2009 — 22:24

    Also, ich finde 7. … Te1 vernünftig. Ich kehre die Frage von SHL mal um: Was wäre denn eine Gewinnidee für Weiß nach 7. … Te1? Sobald der weiße Turm auf der achten Reihe zieht, kommt Tc1 von Schwarz, wonach Schwarz erst einmal nur noch auf der c‑Linie hin- und herzieht. Auf weißes Sc7 kommt auch Tc1 mit weiteren Turmzügen auf der c‑Linie. Und wenn Weiß mit dem König zieht, zieht Schwarz mit dem Turm auf der e‑Linie. Im Vorziehen des d‑Bauern kann ich auch noch keine weiße Gewinnidee sehen …

  27. Werner Berger

    24. Juli 2009 — 22:35

    Man müßte den Turm auf der c‑Linie nach c5 zwingen, so dass Tf8+ Kxf8 Se6+ gewinnt.

  28. CBartolomaeus

    24. Juli 2009 — 22:58

    Ahh! Das ist dann nur mit 7. Kd1 möglich: 7. … Tg6 (auf 7. … Te3 folgt einfach 8. Td8 und als nächstes Sc7).
    8. Sc7 Tc6 9. Kd2 +- (9. … Tc5 scheitert an der angegebenen Idee, ein Zug des e‑Bauern funktioniert nicht wegen Sb5 und auf Txc8 folgt Sd6+ nebst Sxc8).
    Auf 7. Kf3 Te1 kommt Weiß nicht mehr dazu, den schwarzen Turm nach c5 zu zwingen: Schwarz zieht den Turm erst dann nach c6, wenn es kein anderes Feld auf der c‑Linie mehr gibt. Das ist aber erst der Fall, wenn der weiße König auf d2 steht. Dann wäre aber nach Tc6 Weiß am Zuge und müsste wieder ein Feld auf der c‑Linie »freimachen«.
    Oder übersehe ich noch etwas?

  29. CBartolomaeus

    24. Juli 2009 — 23:11

    Die obige Variante dürfte auch erklären, wieso überhaupt 6. … Te6+ der zäheste Versuch ist: Auf 6. … Tg6 oder ähnliche Züge kann direkt 7. Sc7 Tc6 8. Kd2 folgen. Nach 6. … Te6+ muss Weiß noch einmal sehr genau spielen.

  30. Die Lösung von CBartolomaeus ist korrekt! (Stefan, bitte hier eine .wav-Datei mit tosendem Applaus verlinken…)

    Nach 7.Kd1! Tg6 8.Sc7 Tc6 9.Kd2 ist ein wechselseitiger Zugzwang entstanden:
    9.-Kg7 oder Kf6 scheitern trivial, 9.-Kg6 an 10.Sd5. Und wie schon angeben folgt auf 9.-e6 oder e5 10.Sb5 und auf 9.-Tc5 10.Te8+.

  31. Werner Berger

    25. Juli 2009 — 10:20

    10.Tf8+.

  32. Scheint sich bei den Aufgaben um Selbstmatt (5.5/a.Super-überrascht*wasxsich#hier;alles unter diesem link angesammelt hat), zu handeln :)

  33. CBartolomaeus

    25. Juli 2009 — 12:35

    Angesichts der massiven Hilfe ist ein Applaus nicht erforderlich ;-)
    Die Studie hat mir aber sehr gefallen – vermutlich weil sie so »partienah« ist.

  34. Stefan

    25. Juli 2009 — 17:33

    Doch, doch: Applaus!

  35. Und nun kommt noch der didaktische Teil: Die Studie ist ja nur korrekt, wenn nach z.B. 7.-Te6+ 8.Kd2 Tg6 9.Ta8 Tc6 10.Ke3 Tc1 11.Kd4 Tc2 12.Kd5 Tc3 13.d4 Tc1 14.Sd6+ exd6 15.Kxd6 Td1 16.d5 das Turmendspiel Remis ist. Das ist zum Glück der Fall – aber warum eigentlich? (Die Antwort: »Weil die tablebase das sagt.« gilt ausdrücklich nicht.) Wenn wir den K nach d7 und den B nach d6 verstellen, ist es gewonnen, wenn wir die ganze Stellung um eine Reihe nach links verschieben (Ta8 natürlich ausgenommen, der bleibt stehen) ist es auch gewonnen.

  36. Stefan

    27. Juli 2009 — 12:51

    Ganz didaktisch ein Demobrett:

    basics20
    R7/5k2/3K4/3P4/8/8/8/3r4 b – - 0 15

    Zu Turmendspielen sage ich nichts ohne meinen Anwalt!

  37. Werner Berger

    27. Juli 2009 — 15:12

    Weil nach Td8 der schwarze Turm die a‑Linie besetzt.
    (Kc6 Ke7!)

  38. Inhaltlich richtig, aber didaktisch zu kurz, weil Zwischenschritte fehlen:
    Betrachten wir zuerst die bis auf Ta8 um eins nach links verschobene Stellung: Weiß gewinnt durch das Manöver 1.Tc8 Tc2 2.Kb7. Der T deckt den Bc5 und der K den Tc8, auf Kb6 könnte Kd7 mit Angriff auf den Turm folgen, was hier (nach Kb7) durch c6+ entkräftet wird.
    Wenn wir in der Diagrammstellung das gleiche Manöver versuchen, folgt auf 1.Td8 wie von WernerBerger richtig angegeben Ta1 2.Kc7 Ta7+ 3.Kb6 Ta1 4.d6 Ke6. Die gleiche Verteidigung 1.-Ta1 scheitert in der verschobenen Variante schlicht daran, dass nach Kb7 kein Seitenschach auf der a‑Linie möglich ist – die Seite ist zu kurz. Stünde hingegen der sK auf a7 auf der kurzen Seite (und der wT auf e8), ginge nach 1.Tc8 Tf1 (oder g1 oder h1, wobei jeder Praktiker h1 wählen würde glaube ich) auf die lange Seite.

    Also – nicht nur, aber eben auch und besonders für SHL – lautet die Schlussfolgerung: Bei KTB-KT ist bei Mittelbauern die kurze Seite noch lang genug, wenn der B die 5. Reihe noch nicht überschritten hat. Beim Läuferbauern hingegen muss der verteidigende K auf der kurzen Seite stehen. So hält z.B. in der Stellung wKc6 Th7 Bc5 sKc8 Tc1 von den beiden möglichen Königszügen nur Kb8 Remis.

  39. Werner Berger

    27. Juli 2009 — 23:14

    Bin kein Didakt, nicht einmal Autodidakt.

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