Olympiade

Nein, nicht von der Dresdner Schacholympiade soll hier die Rede sein, sondern von den World Mind Sport Games in Peking, die am 3. Oktober 2008 beginnen. Die Chinesen unternehmen den interessanten Versuch, die Denkspiele Bridge, Schach, Dame, Go und Xiangqi in einer Veranstaltung zu integrieren. Aus meiner Sicht ein sehr sympathisches Bemühen und es ist zu hoffen, dass so mancher Spieler die Gelegenheit nutzt, mal anderswo zu kibitzen. Ich bin vor allem auf die Xiangqi-Wettkämpfe gespannt, nach der Turnierseite soll es ja sogar eine Liveübertragung geben. Andreas ist für die deutschen Farben vor Ort und wird sicher berichten. 

Kategorien: International

13 Kommentare

  1. „Die Chinesen unternehmen den interessanten Versuch“ sollte zumindest hinterfragt werden. Wenn ich mich recht erinnere, ist das schon die x‑te Auflage einer merkwürdigen Veranstaltungsreihe, die ursprünglich vom einschlägig bekannten Keene im Gefolge der gescheiterten Brain-Games-Organisation angekurbelt wurde. Jetzt versucht man offenbar, sich an Olympiaden heranzuhängen. Bei früheren Ausgaben kam in der Ausschreibung so ziemlich alles an „Denksport“ vor, was bei drei nicht auf dem Baum war – Kreuzworträtsel etc.

  2. Hey, Filter ausgetrickst!

  3. Glückwunsch! Ich weiß aber wirklich nicht, was an „zero“ anstößig sein sollte.

    Ich habe die Hintergründe nicht verfolgt, weil mein Interesse an diesem China-Ding ja auch noch nicht so alt ist. Den Gedanken, mehrere Brettspiele unter einem Dach zu haben, finde ich aber nach wie vor sehr sympathisch. In Pardubice gibt es ja einen ähnlichen Ansatz.

    Im Grunde habe ich mich aber nur über die Chessbase-Nachricht über Peking geärgert, die nur Bridge, Dame, Go und Schach erwähnen.

  4. Variiere den log noch mal ein wenig. 

    Dass Xiangqi vergessen wurde, kann nur daran liegen, dass Dr. R. G. entweder seinen Büroschlaf hielt oder gerade wieder ein wahnsinnig wichtiges Interview nachbearbeiten musste.

  5. Ha, es lag doch nur an der mailadresse!

    Habe übrigens den Artikel gefunden, den ich beim Thema Mind Sports, Beijing und Keene dunkel erinnerte:

    http://www.anusha.com/rtg.htm

  6. Der Andreas, auf den im Ursprungsartikel hingewiesen wurde, hat bei seinen Diagrammen rote und schwarze Steinchen! Nun ist mir eine Augabenstellung alà „rot zieht und gewinnt“ endlich klar geworden…

  7. Stefan

    6. Oktober 2008 — 08:00

    Kleine Randnotiz: Chessbase ignoriert weiterhin Xiangqi. So schwer kann es doch gar nicht sein, die Turnierseite zu lesen und bis fünf zu zählen…

  8. Wenn man sieht, wer den Artikel geschrieben hat, kein Wunder.…
    Wenn der das Olympiabuch schreibt, vergisst er bestimmt die russische Nationalmannschaft! Aber Platz 20 der Deutschen mit Abdruck ALLER Partien wird’s bestimmt geben…

  9. Wenn der erstaunte Leser nur den Schluß des Einleitungsabsatzes in diesem CB.-Bericht überfliegt, erfährt er:

    „Aus Peking schilderte die Großmeisterin Dagobert Kohlmeyer ihre Eindrücke.“

    :-)

  10. Grammatikalisch korrekt, aber ich bin auch über diesen Satz gestolpert. Dank Bundeswehr („Eilmarsch mit voller Ausrüstung“) ist aber nochmal alles gut gegangen.

  11. In der ersten Ankündigung auf Chessbase am 29.9. wird Xiangqi aber schon erwähnt und heute gibt es sogar Bilder, auch wenn die Beschriftungen nicht ganz passen: es gab hier kein XQ-Blitzturnier, aber vielleicht habe ich das „Xiangxi-Blitzturnier“ ja verpasst :)

    Im Bericht von und über Elisabeth Pähtz könnte vor allem die Aussage „Unter den Schachspieler sind weniger große Namen, als die chinesischen Organisatoren in ihren Teilnehmerlisten veröffentlich hatten.“ kommentiert werden. Nach Aussage eines israelischen Spielers hatte die FIDE zunächst zugesagt, dass alle Flugtickets bezahlt werden. Dann war aber pllötzlich die Frage der Bezahlung der Tickets nicht mehr klar und die FIDE hat verlauten lassen, dass die Teams ihre Tickets erstmal selbst bezahlen sollen und sich dann die Kosten nach Klärung des Sponsors erstatten lassen. Darauf wollten sich offenbar nicht alle Teilnehmer einlassen.

    Völlig unerklärlich ist mir vor allem, dass man die Turniersäle der Schachturniere nicht (mehr) betreten kann. Am Vormittag bei der Vorrunde des Blitzturniers konnte ich noch kiebitzen, aber zur Endrunde am Nachmittag wurde mir der Zutritt verwehrt, weil ich keine „Hundekarte“ mit dem Kürzel „CH“ (für Chess) trage. Platz wäre meiner Ansicht nach ausreichend vorhanden, und bei den Damespielern oder bei meinen Xiangqiturnieren ist das Zuschauen sehr wohl möglich.

  12. Hallo Andreas! Schön von dir zu hören! Du bist ja offenbar gerade dabei, in China ein großer Fernsehstar zu werden. Beste Grüße auch an Fangyao. Wir drücken hier die Daumen!

    Zur Ankündigung vom 29.09.2008: Chessbase hat die Auslassung inzwischen korrigiert. Keine Ahnung, ob Hamburg hier mit liest.

    PS: Falls es einen Büchertisch gibt und es dein Koffer erlaubt, wäre ich an einem Eröffnungsbuch für Anfänger interessiert. Ich hatte leider vergessen, rechtzeitig zu mailen.

  13. Mich würde eher interessieren, ob Anfang Juli Deutsche Touristen nach dem schweren Unwetter tatsächlich zu chinesischen Preisen die Hotelbar zwecks Aufwärmung leer getrunken haben…Aber bevor ich hier vom Block fliege sowie bei Chessbase die „Betrüger“: Vielleicht handelt es sich beim Schachturnier auch um einen „Einzügerwett-Bewerb“?! Bevor alle losgröhlen: gab es schon mal.…

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