Am Ende hat Kram­nik recht behalten.

Tie-Break ist tat­säch­lich eine Lot­te­rie. Es spielt kei­ne Rol­le, mit wel­cher Far­be man beginnt. Tie-Break wird von den Ner­ven entschieden,

sag­te er in der Pres­se­kon­fe­renz nach der 12. Partie.

Das Ste­chen ging über vier Schnell­par­tien. Topal­ov und Kram­nik blie­ben inter­es­san­ter­wei­se bei Sla­wisch. In der ers­ten Par­tie konn­te Kram­nik mit knap­per Not Remis hal­ten. Die zwei­te Par­tie gewann Kram­nik aus einer glei­chen Stel­lung her­aus, als Topal­ov ein paar Züge lang unschlüs­sig spiel­te. Die drit­te Par­tie war sicher­lich die auf­re­gends­te, Topal­ov spiel­te wütend und kom­pro­miss­los auf Angriff und setz­te sich nach undurch­schau­ba­ren Ver­wick­lun­gen durch. Die vier­te Par­tie war ruhi­ger und sah wie­der Kram­nik im Vor­teil. Die Ent­schei­dung fiel schließ­lich durch einen kapi­ta­len Feh­ler. Topal­ov spiel­te hier in schwie­ri­ger Stel­lung und mit schlech­te­rer Bedenk­zeit 44…Txc5?? und konn­te nach 45.Tb7+! direkt aufgeben.

Kram­nik ist Weltmeister.