Retro (12)

Anspruchs­vol­les Trai­ning, dach­te ich, als Ralf ges­tern beim Kin­der­schach die­se Stel­lung aufs Brett stell­te und vor­sichts­hal­ber die Kennt­nis der Rocha­de­re­geln abfragte.

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Weiß zieht und hält remis. Aber geht da nicht? Wer es weiß, muss sich hier nicht extra mit den Fin­gern schnip­sen und war­ten, bis der Trai­ner ihn ran nimmt. Es darf direkt kom­men­tiert werden.

Kategorien: Schachaufgaben

8 Kommentare

  1. Der letz­te Zug von Schwarz kann nur mit dem König erfolgt sein und ohne Rocha­de­recht soll­te 1.b7 zum Remis führen.
    1…Lxf7+ 2.e6 Lxe6+ 3.Ka1 und nach 4.b8 bekommt Weiß die Dame oder Patt.

  2. Von den schwar­zen Figu­ren kann als letz­te nur der König gezo­gen haben. Des­halb lässt 1.b7 Lf7:+ 2.e6! (2.Ka1? Kd7 3.e6+ Kc7) Le6:+ 3.Ka1! K[df]7 4.b8D Schwarz die Wahl zwi­schen 4.-Tb8: patt und wenig aus­sichts­rei­chen Gewinn­ver­su­chen mit z.B. 4.-Tc8. Könn­te Schwarz noch rochie­ren, wür­de 2.-0–0 gewinnen.

  3. Ich erin­ne­re mich dun­kel, die Stel­lung mal (in „Schach – ernst und hei­ter“ ?) im Zusam­men­hang mit einer Sher­lock-Hol­mes-Geschich­te gese­hen zu haben.

  4. Aus irgend­ei­nem Buch kommt mir die Auf­ga­be bekannt vor…

  5. Stefan

    14. Januar 2009 — 15:14

    Nicht aus­ge­schlos­sen, dass es das ein­zi­ge Schach­buch von Ralf ist ;-)

  6. @rank zero Ja das ist eine der bei­den „Sher­lock Hol­mes Auf­ga­ben“, die ande­re ist aber nicht so schön (für mei­nen Geschmack).

    @Stefan Ich ver­kün­de vol­ler Stolz, dass mir im zar­ten Alter von 10 Jah­ren das Buch ‚ABC des Schach­spiels‘ geschenkt wur­de, wel­ches ich immer noch besit­ze. (Die­ses und das oben genann­te sind tat­säch­lich die ein­zi­gen Schach­bü­cher, die ich wirk­lich – wenigs­tens zum Groß­teil – gele­sen habe.) ;-)

  7. Scheint so, dass ich mich zeit­lich mit rank­ze­ro über­schnit­ten habe: In der Tat, „Schach- ernst und hei­ter“ mit einem, ich tip­pe jetzt mal ab, High­light des Schrift­tums: „Wenn auch bei­de unter den­sel­ben Bedin­gun­gen spiel­ten, so waren die­se für Boris Spas­ski und Robert Fischer aller­dings nur ober­fläch­lich betrach­tet gleich. Robert Fischer, als USA-Bür­ger Pro­dukt der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se im Kapi­ta­lis­mus, ist wie vie­le Ame­ri­ka­ner von sei­ner Kin­de­heit an an das Geschäft gewöhnt. Für Fischer ist Schach zur Quel­le des Brot­er­werbs gewor­den. Unter dem Druck finan­zi­el­ler Erwä­gun­gen Sport zu trei­ben ist dem Men­schen der sozia­lis­ti­schen Gesell­schaft zutiefst wesen­fremd. Im Gegen­satz zum Berufs­spie­ler, dem es weni­ger dar­um geht, sport­lich-schöp­fe­risch Her­vor­ra­gen­des zu leis­ten, als viel­mehr sein Leben aus dem Erlös des Ver­kaufs sei­ner Spiel­stär­ke zu bestrei­ten, fin­det der Sport­ler in den sozia­lis­ti­schen Län­dern eine gesi­cher­te Exis­tenz und kann sich dem Sport ohne mate­ri­el­le Sor­gen wid­men.“ (Tri­bü­ne Ver­lag, 3. Auf­la­ge 1983) Ansons­ten ein durch­aus net­tes Buch, aber nur in die­ser Auf­la­ge ist besag­tes Pro­blem ent­hal­ten [@ Nordlicht_70: die ande­re Auf­ga­be ist eigent­lich auch ganz nett]

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