Eine Anregung für den Chefredakteur der Zeitschrift Schach, entstanden nach der Lektüre des Augustheftes 2009

Sehr geehrter Herr Tischbierek, als die Zeitschrift „Schach“ noch EVP 1,20 M kostete, fand sich der schachpolitische Artikel immer auf der Seite 3. Wir schlagen vor, dort für Herrn Dr. Weyer eine ständige Rubrik einzurichten. Eine Rückkehr zum alten Verkaufspreis scheint ja dagegen ausgeschlossen zu sein. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Schachblätter

Neurotiker, Naturphilosophen etc.

1. Raj Tischbierek über die Schacholympiade:

Auch wenn die Armenier diesmal das Gegenteil zelebrierten, ist Schach strenggenommen kein Mannschaftssport.

2. David Navara über seine berufliche Perspektive:

Ich studiere Logik an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag. Ich bin ein schlechter Student, denn wenn ich eigentlich lernen sollte, spiele ich Schach oder stöbere in Schachzeitschriften herum. Dennoch werde ich zunächst mein Studium abschließen, bevor ich entscheide, ob ich Schach künftig professionell spielen möchte. Heute könnte ich gewiss davon leben, aber wer weiß schon, wie das in zwanzig Jahren aussieht. Zudem finde ich es wichtig, nicht zu einseitig ausgerichtet zu sein, außer im Schach möchte ich mich auch in anderen Dingen auskennen. Daneben ist Schach sicher nicht der beste Beruf für einen Neurotiker.

3. Gata Kamsky auf die Frage, ob es es je bedauert habe, sich vom Schach zurückgezogen zu haben:

Nein.

4. Teimour Radjabow auf die Frage, was er im Leben noch unbedingt erlernen möchte:

Ich würde sehr gern noch mehr von den vollkommenen Vorgängen in der Natur verstehen. Um die Antwort auf die Frage zu finden – oder sich ihr zumindest anzunähern -, wozu all das existiert.

5. Adrian Michaltschischin über Magnus Carlsen:

Obwohl ein freundlicher und höflicher Junge, hat er in punkto Verhalten am Brett noch einige Defizite. So spielt er gern mit geschlagenen Figuren herum und stört damit seine Gegner. Außerdem sollte man, wenn man an einem Superturnier teilnimmt, nicht jeden Tag denselben Trainingsanzug tragen.

(aus Schach 7/2006)

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Die Zeitschrift Schach aus Berlin ist sicherlich eines der wenigen Beispiele, in denen ein ostdeutsches Produkt gesamtdeutscher „Marktführer“ geworden ist. Für meinen Geschmack bringt Arkadij Naiditsch im Fragebogen von Schach 12/05 en passant das Problem der Zeitung auf den Punkt, wenn er schreibt: Meines Erachtens wird zu viel über die Weltmeisterschaft geschrieben. Es wäre schön,… Zocken weiterlesen