In der letzten Saison waren wir aus der Oberliga abgestiegen. Unter optimalen Umständen wäre der Wiederaufstieg möglich gewesen, aber die Umstände waren nicht optimal, auch bei mir nicht. Am Ende hat es zu fünf Schwarzpartien gelangt.
2. Runde gegen Peter Stövesand (Neubrandenburg)
Die Eröffnung war nicht gut gelaufen, und anstatt hier — wie ursprünglich geplant — 18…Sf4 19.Lxf4 Lxf4 20.Sxh4 g6 mit einer haltbaren Stellung zu spielen, verfiel ich auf die Idee, diese Variante mit 18…f6 zu verbessern (19.Lxh4 Sf4!). Als ich den Zug ausgeführt hatte, bemerkte ich augenblicklich, dass 19.Txe6 den Verteidiger der weißen Felder entfernt, aber da war es schon zu spät. Ich verschleppte die Aufgabe noch bis zum 44. Zug.
3. Runde gegen Ronald Mehl (Stralsund)
Mein Eröffnungsrepertoire ist für die Oberliga gebaut worden. Mit Schwarz strebe ich solide ausgeglichene Stellungen an. Wenn Weiß normale Züge macht, wird es einfach Remis, auch in der Verbandsliga. Trotzdem hätte ich hier weiterspielen müssen, Bauernmehrheit am Damenflügel hin oder her.
4. Runde gegen Jörg Lanz (Wismar)
Etwas mehr Kampfgeist in dieser Partie, in der ich hier meinen Eröffnungsvorteil schon eingestellt hatte — eigentlich wollte ich am Königsflügel angreifen, was an den verdoppelten Türmen noch zu erkennen ist. Mein letzter Zug 25…a6 kam mit einem Remisgebot, welches angenommen wurde. Ich hatte Angst vor 26.g5 Tb8 (26…fxg5 ist besser, kam jedoch aus grundsätzlichen Erwägungen nicht in Frage) 27.g6 (27.a5!) 27…Thh8 27.h6 b5 28.hxg7, aber dann wäre der schwarze Angriff schnell genug.
5. Runde gegen Philipp Maßloch (Torgelow II)
Siehe die Anmerkung zur 3. Runde. Etwa in diesem Moment saß ich am Schachbrett und dachte, dass es mir überhaupt keinen Spaß mehr macht. Dieses Gefühl kannte ich noch nicht. Ich war hier in massiven Schwierigkeiten und konnte die Partie mit der kleinen Abwicklung 19…Td6 20.Le5 Dd7 21.Dxd7 Txd7 retten.
Trotzdem war mein Selbstvertrauen so erschüttert, dass ich ein paar Züge später davon absah, mit 26…Lb6 noch einen Gewinnversuch zu unternehmen: 27.Lxb6 (Läuferwegzüge verlieren einen Bauern) 27…axb6 und Schwarz gewinnt den Bauern zurück und hat den etwas besseren König. 28.c5 bxc5 war mir aber nicht geheuer. Stattdessem 26…Lxc4 27.Lxa7 Lxa2 und Handschlag.
9. Runde gegen Arkadiusz Korbal (Torgelow)
Die letzte Runde gegen den verdienten Aufsteiger versöhnte mich glücklicherweise wieder mit der Saison und dem Schach. Ich spielte nach einem Bauerngewinn eine lange Partie und hatte ganz optimistisch in dieses Endspiel abgewickelt — das wird ja wohl keine weiße Festung sein? War es nicht, aber noch eine Menge Arbeit.





