Vereinsabend XIIIa = Retro (21)

Ein Abon­ne­ment der Schwal­be hat manch­mal schö­ne Neben­wir­kun­gen. Dem Juni­heft lag ein dickes Buch von Wer­ner Keym bei – „Eigen­ar­ti­ge Schach­pro­ble­me“. Ein wun­der­bar unter­halt­sa­mer Spa­zier­gang durch die Rand­be­rei­che des Pro­blemschachs und ein schö­nes Mit­bring­sel für einen som­mer­li­chen Ver­eins­abend. Das fol­gen­de Pro­blem (Uri Grin­blat, pro­blem 1957) habe ich dabei selbst ent­schlüs­selt, es ist also nicht son­der­lich schwer:

grinblat

Wel­ches war der letz­te Zug, wenn a) Schwarz am Zuge ist und b) Weiß am Zuge ist.

Viel Spaß beim Lösen! Ant­wor­ten bit­te als Kommentar.

Kategorien: Schachaufgaben

8 Kommentare

  1. Ich ver­su­che es mal:
    a) Wenn Schwarz am Zuge ist, kann nur der wS gezo­gen haben. Aller­dings ist Sc6-b8 nicht mög­lich, da s vor­her im Schach gestan­den hät­te. Also muss es Sc6xb8 gewe­sen sein. L oder D kom­men offen­sicht­lich nicht in Betracht. S geht auch nicht, weil der wK nach a7 gegan­gen ist und danch ein Turm nach a8 gezo­gen hat, somit kann der sS nicht über c6 nach b8 zurück­ge­kom­men sein wegen zwi­schen­zeit­li­chen Schach­ge­bots. Muss also Sc6xTb8 gewesen.
    b) Wenn Weiß am Zuge ist, muss zuletzt der sK gezo­gen haben. Vor Kd8-c8 ist Weiß aber „Retro­patt“, da weder K noch S noch T gezo­gen haben kön­nen. Also war der letz­te Zug nicht Kd8-c8, son­dern Kd8xc8. Und da alle Lang­schritt­ler auf c8 auch retro­patt sind, muss er einen S geschla­gen haben. Somit muss es Kd8xSc8 gewe­sen sein.

  2. Dem Juni­heft lag ein dickes Buch von Wer­ner Keym bei — “Eigenartige Schachprobleme”. 

    Das war eine sehr ange­neh­me Ãœber­ra­schung, in der Tat. Ihm liegt ein Spen­den­auf­ruf bei und ich bin durch­aus geneigt, die­sem Nachzukommen.

    In eige­ner Sache: in der aktu­el­len Schwal­be bin ich zusam­men mit FRi mit einem s#9 zu finden.
    Viel Spaß beim Lösen!

  3. Stefan

    25. Juni 2010 — 07:58

    Die Lösung ist natür­lich rich­tig und pri­ma erklärt. Es han­delt sich übri­gens um einen öko­no­mi­schen Retro-Rekord vom Typ D. Hät­te ich jetzt auch nicht gewusst.
    @Losso: Euer Selbst­matt habe ich auch gleich gese­hen. Aber es geht mir wie dir – Selbst­matts fal­len mir sehr schwer. Ich wer­de das Heft mal zum nächs­ten Ver­eins­abend mitschleppen.

  4. Die ursprüng­li­che (lei­der dua­lis­ti­sche) Fas­sung des s# hat­ten wir vor eini­ger Zeit schon aus­führ­lich dis­ku­tiert und mit viel Mühe auch gelöst. In das nun abge­druck­te Pro­blem lie­ßen sich lei­der nicht alle Ele­men­te über­neh­men, aber sicher hilft das Nach­schla­gen im alten Blog­bei­trag beim Entschlüsseln.

  5. In das nun abge­druck­te Pro­blem lie­ßen sich lei­der nicht alle Ele­men­te über­neh­men, aber sicher hilft das Nach­schla­gen im alten Blog­bei­trag beim Entschlüsseln.

    Geht nur nicht, da das noch beim alten Anbie­ter war ;o)

  6. Nun ja, wenn sich selbst Goog­le nicht mehr dar­an erin­nert, tun es viel­leicht die Leser hier.

  7. Das „XIIIa“ lässt hof­fen, dass noch ein paar mehr Auf­ga­ben kom­men wer­den. Ich wäre ja für den Pro­ca Retrac­tor oder auch den Ille­gal Cluster ;-).

  8. Pro­ca hat­ten wir doch erst.

    Aber Ille­gal Clus­ter wär mal was.

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