Verpasste Gelegenheit (6)

graudonskalhorn1

Ein Schnappschuss aus der zweiten Oberligarunde, in der ich hier mit Schwarz gegen Karsten Graudons (USV Potsdam) seit Ewigkeiten mal wieder eine Partie hätte gewinnen können. Aber es stand 3-3 und Hannes hatte mir versichert, dass er sein Endspiel nach Hause bringen würde – ich war also faul und suchte noch nicht einmal nach einem Sieg. Hannes brauchte dann über hundert Züge…

Wer sieht es?

4 Gedanken zu „Verpasste Gelegenheit (6)“

  1. Ehrlich gesagt, kann ich durch Draufsehen erst mal keinen Trick in der Stellung finden – aber funktioniert nicht auch ganz prosaisch der erste Kandidat De6? Dxc5 Dc6+ ist sofort aus, es gibt kein Schach, und nach etwa Db8 a2 ist ein evtl. länglicher, aber sicherer technischer Sieg auf dem Brett (nach ein paar Schachs muss Db2 kommen, dann Df5+ K 2. Reihe Db1, und Weiß hat nur ein paar Racheschachs, da der c-Bauer verbleibt: der sK versteckt sich auf c1, c-Bauer wegen Dc2+ nicht zu nehmen, e3 hindert W am Diagonalschach).

  2. Ich schließe mich OT aka rankzero an, wobei mir der Partiezug (…Db2) auch nicht unlogisch erscheint. Oder gibt es wirklich einen forcierten sprich erzwungenen Weg zum Sieg?

  3. 60…De6 war natürlich richtig, aber ich war ganz glücklich, dass nach 60…Db2 gar nichts mehr passieren konnte, weil a3-a2-a1D die lange Diagonale doppelt belegt und Weiß deshalb Dauerschach geben muss. Der Wegzug vom a-Bauern war einfach zu anti-intuitiv für mich, ich hatte auch übersehen, dass ich mit De6, a2, Df5+ und Db1 in manchen Varianten sogar noch ein Tempo gewinne.

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