Volker Lechtenbrink

Ich mag Breitner und sein Spiel / Kinder mit Gefühl / Freunde mit Verstand / Bockwurst aus der Hand // Ich mag Mozart, Mahler, Bach / Skilaufen und Schach / Pokern nächtelang / Trennung ohne Zwang // Ich mag Zärtlichkeit und Lust / Frauen selbstbewußt / Lachen übern Scherz / Omis mit viel Herz // All das mag ich / und ganz doll dich //

Zu der Kategorie Schach-Literatur habe ich mich doch nicht entscheiden können (via Anke Gröner).

2 Kommentare

  1. Ich habe nochmal in den alten Platten gewühlt und mir die unbekanntere B‑Seite angehört, welche noch ein wenig mehr Schachbezug aufweist:

    Ich mag Kramnik und sein Spiel/ Strategie mit Gefühl/ Opfer mit Verstand, aufgeben mit leichter Hand//Ich mag Aljechin, Shirow, Tal/ Blitzen allemal/ spielen nächtelang/ Schlagen ohne Zwang// ich mag Verluste ohne Frust/ Patzer selbstbewusst/ Gegner noch betrügen/ Schoschies Lebenslügen// all das mag ich, und ganz doll mich.

  2. Ich habe noch eine alte Japan-Pressung der Platte, auf der als Bonus-Track Lechtenbrinks Vertonung von Trakls Gedicht „Klage“ veröffentlicht ist. Durfte aus urheberrechtlichen Gründen in Europa nicht erscheinen:

    Schach und Matt, die düstern Adler
    Umrauschen nachtlang dieses Haupt:
    Des Menschen goldnes Bildnis
    Verschlänge die eisige Woge
    Danailovs. An Topalovs Kniffen
    Zerschellt der purpurne Leib
    Und es klagt die dunkle Stimme
    Aus dem Bad.
    Schwester stürmischer Schwermut
    Sieh ein ängstlicher Kahn versinkt
    Hinter Elista,
    Dem slawischen Antlitz der Nacht.

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