Vor 80 Jahren …

… stand die­se Stel­lung in der Par­tie Sul­tan­be­jew – Col­le auf dem Brett (Lesh-Ant­wer­pen 1926). Ãœber den Schach­freund Sul­tan­be­jew ließ sich nichts her­aus­fin­den. Edgar Col­le ist dage­gen sehr bekannt und bei Schwarz-Spie­lern wegen sei­nes uni­ver­sell ein­setz­ba­ren Col­le-Angriffs (1.d4, 2.Sf3, 3.e3 4.Ld3, 5.c3 gegen alles) durch­aus auch berüch­tigt. Hier kam er jedoch selbst ein­mal unter die Räder: Weiß zieht und gewinnt! Dies­mal wird auch nichts ver­ra­ten. Kein klei­ner Tip, kein Wink mit dem Zaun­pfahl, gar nichts! Ant­wor­ten bit­te wie immer als Kommentar. 

Kategorien: Schachaufgaben

9 Kommentare

  1. Weiß möch­te ger­ne Dxh7+ KxD Th3# spie­len. Lei­der ist der Th3 gefes­selt. Also zieht er 1.Tg2. 1…Dxf3 oder 1…De4 (um h7 zu decken) gehen natür­lich wegen DxTf8# nicht. Schwarz kann nur noch ver­zö­gern, z.B. 1…Lg3 2.Df6+ und Matt im nächs­ten Zuge.

  2. Dass über den Weiß­spie­ler so wenig zu fin­den ist, liegt an der Transkription.
    Es gibt auch die Schreib­wei­sen Sul­tan­be­jeff, Sul­tan­bai­eff, Sul­tan­beev, Sul­tan­ba­ev etc.
    Z.B. in der 1. März­aus­ga­be 1936 von „64“:
    „Sul­tan­beev gewinnt die Meis­ter­schaft von Lüt­tich 1936.“
    Ich erin­ne­re mich, eini­ge kom­bi­na­to­ri­sche Kurz­par­tien von ihm gese­hen zu haben (evtl. in Gelen­c­zeis „Eröff­nungs­fal­len“)?
    Auch hier schei­nen übri­gens mal wie­der die bekannten
    Quel­len­feh­ler umzu­ge­hen – der SC Gra­fen­au zitiert die Stel­lung als „Sul­tan­bei­eff – Boro­din, 1943“.

  3. Meis­ter O hat höchst­wahr­schein­lich recht. Von Chessgames.com:

    [Event „Brussels“]
    [Site „Brussels“]
    [Date „1943.??.??“]
    [Event­Da­te „?“]
    [Round „?“]
    [Result „1–0“]
    [White „V Soultanbeieff“]
    [Black „Boro­din“]
    [ECO „B33“]
    [WhiteE­lo „?“]
    [Bla­ckElo „?“]
    [Ply­Count „52“]

    1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3
    d6 6. Be2 e6 7. Be3 a6 8. O‑O Qc7 9. f4
    Be7 10. Kh1 O‑O 11. g4 b5 12. g5 Nd7 13. Nxc6
    Qxc6 14. Bf3 Bb7 15. Qd2 Rac8 16. Rac1 Nb6 17. Bxb6
    Qxb6 18. f5 Qd8 19. f6 gxf6 20. gxf6 Bxf6 21. e5
    Bxf3+ 22. Rxf3 Bxe5 23. Rg1+ Kh8 24. Qh6 Rxc3 25. bxc3
    Qa8 26. Rg2 1–0

    Sie­he (über­ein­stim­mend) auch

    http://www.chessbase.com/download/tactics.pgn

  4. admin

    23. Juni 2006 — 11:58

    Ist viel­leicht ein Sla­wist unter den Lesern, der hier die Fein­hei­ten der Tran­skrip­ti­on aus kyril­li­schen Spra­chen erläu­tern kann? Als ich klein war, wur­de „Kas­parov“ jeden­falls noch „Kas­parow“ geschrie­ben. Wie nun richtig?

  5. Bin kein Sla­wist, aber da hat man ein­fach „im Zuge der Glo­ba­li­sie­rung“ die deut­sche durch die eng­li­sche Tran­skrip­ti­on ersetzt (wie es auch bei Chol­mow – Khol­mov etc. pas­siert). Das ff kommt aus der fran­zö­si­schen Tran­skrip­ti­on, wird inzwi­schen sel­te­ner ver­wen­det, ist aber bei einem Spie­ler, der im fran­zö­si­schen Bel­gi­en aktiv ist, wahr­schein­lich Standard.

  6. Nach­trag: Unser Rekord­hal­ter im Zen­tral­blatt MATH ist derzeit
    Paf­nu­ti Lwo­witsch Tsche­by­schow („der mit der Ungleichung“).
    Wir haben da in den ver­schie­de­nen For­schungs­ar­ti­keln die Schreibweisen 

    Tche­by­cev Ceby­sev Cebi­sev Che­bys­hev Tchebyshev
    Che­bis­hev Tsche­bys­hev Tche­bys­hef Tche­bys­heff Chebyschev
    Tche­by­schev Tsche­bys­chef Tchébyschef Tsche­bis­chef Tschebyscheff
    Tche­by­scheff Tchébischeff Tche­bi­chef Tche­by­cheff Chebischeff
    Tche­bicheff Tchébicheff Tsche­by­schew Tsche­by­chev Tchebychev
    Tchébychev Che­bichev Tche­bichev Tchébychew Tchebychef
    Tchébychef Tchébichef Tchébycheff Tsche­bicheff Tchebytchev
    Tsche­by­schow Tsche­by­schoff Tsche­by­schov Tschebischow
    Tsche­bi­sch­off Tche­by­schow Tche­bi­schow Tchebyschoff 

    gefun­den, macht – natür­lich – 42 Varianten.

  7. Hmm, ich zäh­le mehr?!

  8. Eigent­lich müß­ten es per­mu­ta­tiv 512 Vari­an­ten sein…

    Tch, Ch, Tsch, C *
    e, Ã© *
    b *
    i, y *
    sch, sh, ch, c *
    e, o *
    v, f, ff, w

    die man im Zen­tral­or­gan ver­wen­den könnte…

  9. @Katchumo: 43 ist auch eine schö­ne Zahl, näm­lich prim ;-) .. na, ich zäh­le es ein­fach als 1 Stan­dard­tran­skrip­ti­on und 42 Abweichungen=Varianten davon, um auf DIE ANTWORT zu kommen.

    @Richard: Es sind nur die Schreib­wei­sen auf­ge­führt, die wirk­lich in For­schungs­ar­ti­keln ste­hen. Die meis­ten Kom­bi­na­tio­nen sind schon dadurch aus­ge­schlos­sen, dass man eher nicht den Anfang deutsch, die Mit­te eng­lisch und das Ende fran­zö­sisch transkribiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2021 Schachblätter

Theme von Anders Norén↑ ↑