Hier soll die klei­ne Rei­he über das Schach auf den Sey­chel­len fort­ge­setzt wer­den. Bei der dies­jäh­ri­gen Schach­olym­pia­de besetzt Ralph Kimen­de das 4. Brett der Mann­schaft aus dem Insel­staat. Ãœber die­sen Spie­ler ist nur wenig her­aus­zu­be­kom­men. Von 1992 bis 2000 nahm er fünf­mal für sein Land an der Schach­olym­pia­de teil, mit beacht­li­chen Resul­ta­ten. Par­tien aus ande­ren Ver­an­stal­tun­gen sind nicht über­lie­fert. 2002 und 2004 war Ralph nicht im Team. In der 7. Run­de in Turin hat­te er nach 37. Zügen mit Weiß die­se Gewinn­stel­lung gegen Kim Jongtae aus Süd­ko­rea erreicht. 

Wahr­schein­lich in Zeit­not pas­sier­te dann das fol­gen­de Miss­ge­schick: 38.g4?? 38.Dxa7 droht mit 39.Tg8+ und soll­te gewin­nen – 38…h5 39.Tg8+ Kh6 40.Dxb6 gxf4 41.Db8 38…Txf4 Auf ein­mal ist der Wei­ße ver­lo­ren. Schwarz droht nicht nur 39…Tf1 matt, son­dern auch 39…Txg4+. Gegen die­se Dro­hun­gen ist lei­der nichts mehr zu machen. 39.Tg8+ 39.Td1 Txg4+ 40.Dg3 Txg3+ 41.hxg3 Dxb2 zwingt Weiß, wegen der Matt­dro­hung auf g2 einen Turm zu geben. 42.Txd5 exd5 39…Kh7 40.Th8+ Dxh8 41.Dxa7+ Dg7 42.Dxb6 Txg4+ Hier­nach mach­te Ralph Kimen­de noch tap­fer zehn wei­te­re Züge, ehe er sich geschla­gen geben muss­te. Eine klei­ne Tra­gö­die von den hin­te­ren Tischen der Olym­pia­de. 0–1