Auswärtsspiel

Gestern abend mit einiger Ãœberraschung diese Ergebnisse aus der Oberliga Nord-Ost zur Kenntnis genommen: 

Schachfreunde Berlin II 6½-1½ SK König Tegel II

Wendt,Jan-Dietrich + : – Sarbok,Torsten
Breier,Andreas + : – Lipinsky,Fabian
Glantz,Robert 1 : 0 Bubolz,Konstantin
Bruchmann,Stephan + : – Thiele,Matthias
Weber,Siegfried ½ : ½ Roth,Josef
Niehaus,Frank ½ : ½ Hertwig,Christopher
Dimitrijeski,Boris ½ : ½ Rath,Alina
Hein,Lars Dr. 1 : 0 Rath,Oliver

Nach Greifswald waren die Tegeler noch mit acht Leuten gefahren und hatten (verdient) gewonnen. Man hätte glauben wollen, dass der Weg in die Bülowstraße dagegen nicht so weit wäre.

Kategorien: Marginalien

10 Kommentare

  1. Wenn da nicht irgend etwas schwerwiegendes vorgefallen ist ( irgend ein Unglück, Bombendrohung in der U‑Bahn…), was ich nicht hoffe ist das für mich ganz klar Wettbewerbsverzerrung. Denn kurzfristig fallen nicht gleich 3 Leute aus. Tegel hätte zu mindest den Anstand haben sollen mit 8 Mann zu spielen, auch wenn die Schachfreunde nominell so oder so überlegen sind. Ich schließe mich Stefans Meinung an das man das Freilassen von Brettern härter bestrafen sollte, wobei ich es erst ab 2 freigelassenen Brettern härter vorgehen würde, denn ein Ausfall kann schon mal vorkommen.

    @ Neukloster: Es ist für mich ebenso verwunderlich das genau die 2 Ex-Neuklosteraner bei Zehlendorf fehlten. Hinzu kommt, dass auch hier die Punkte kampflos abgegeben wurden. Deshalb handelt es sich vielleicht um eine kurzfristige Absage auf die von Zehlendorfer Seite nicht mehr reagiert werden konnte… . Allerdings würde ich nicht soweit gehen Gunther damit in Verbindung zu bringen.
    Neukloster möchte ich trotzdem ganz herzlich zu diesem grandiosen Sieg von 6–0 (+ 2–0) gratulieren, denn es ist beachtenswert, dass die anderen Spieler solch eine Leistung gezeigt haben.

  2. Das Fehlen der Zehlendorfer Spieler auf Gunters Einfluss zurückzuführen war nicht wirklich ernst gemeint. In der Tat ist es den Neuklosteranern zugönnen so in der 2. Bundesliga aufzutrumpfen auch wenn wie Stefan sagte, die Mannschaft nur noch wenig mit Mecklenburg-Vorpommernschach zu tun hat (sonst wär ein Aufstieg in die 2. Liga ohnehin utopisch)

  3. Bei Tegel sind eine Reihe von Spielern ausgefallen, weil sie schlicht gerade nicht in Berlin waren, sondern beruflich in den USA und ähnliches. Außerdem mussten noch zwei Spieler an die Erste abgegeben werden. Das war meines Wissens schon einige Zeit bekannt, aber was will man machen, wenn man keine Spieler mehr auf der Liste hat? Mit höheren Strafen erreicht man hier gar nichts – und 100 EUR (+ kampfloser Punkt) kostet es jetzt auch schon, ein Brett in der Oberliga freizulassen.

    Bei Zehlendorf hingegen war vielleicht das Geld zum Jahresende alle… ;-)

  4. @Kundiger Anonym-Poster:

    Vor der Saison sind die Meldeplätze in der Oberliga von 14 auf 16 plus Jugendbretter aufgestockt worden. Ehrlich gesagt würde ich von einem so großen Verein wie Tegel erwarten, dass er eine Saisonplanung macht, die so einen Fall (nur fünf von 16 Spielern verfügbar!) schlicht ausschließt, zumal wenn bekannt ist, dass einige Spieler beruflich sehr eingespannt sind (wofür ich natürlich Verständnis habe). Man könnte z.B. in der 1. Mannschaft das 7. Brett rauslassen, das offenbar ohnehin nicht spielt, schon würde man in der 2. Mannschaft einen weiteren Platz gewinnen.

    Bei Zehlendorf waren die zwei freigelassenen Bretter dagegen eventuell billiger als zwei besetzte…

  5. Also, wenn das zukünftig die Argumente in der Oberliga(!) und 2. Bundesliga(!!) sind; oha…Habe ich nun einen Kader oder habe ich ihn nicht? Aber sooo freizulassen, und ich habe eher Zehlendorf in Neukloster registriert als das „Derby“ in Berlin; naja- da könnte Neukloster ja auch in die 1.Buli aufsteigen und die anderen Mansnschaften lassen einfach alle ein Brett frei (da könnte man die Klasse fast halten)! Vorschlag für den DFB: Bayern spielt im Pokal zukünftig nur mit 10 Mann, macht den Wettbewerb spannender…

  6. Ich bin kein Mitglied bei Tegel (Gott bewahre …), daher kann ich die Aufstellung nicht beurteilen. Offenbar hat man im Vorfeld ein wenig knapp (= optimistisch) aufgestellt und bei 16 Leuten + Jugendbrett sollte eigentlich eine komplette Mannschaft hinbekommen. Mein Einwurf war eigentlich nur dahingehend gemeint, dass Tegel nicht _absichtlich_ drei Bretter freigelassen hat. Die kampflosen Punkte + Geldbuße sind sicher Strafe genug.

    Der Vergleich mit Bayern München passt nun wirklich nicht. Das sind Profis, die nix tun außer Fußball spielen und Werbeverträge erfüllen. In unteren Klassen kommt es durchaus vor, dass eine Mannschaft mal nur mit 10 oder gar 9 Leuten antritt. Man darf auch zu spät kommen und noch mitspielen, wenn man auf dem Spielberichtsbogen steht. Jedenfalls war es so vor 30 Jahren

  7. Schach paradox: Neukloster gewinnt 8–0 gegen Zehlendorf, liegt auf einem Aufstiegsplatz (HSK II kann ja nicht hoch…)- und will nicht aufsteigen! In der
    Weststaffel der 2.Buli walzt Porz (ja, die gibt’s noch!) mit im Schnitt 6–2 Punkten durch das Feld, gewinnt das Spitzenspiel (regulär) 7–1 gegen Bochum- und will auch nicht aufsteigen! Sind das Entwicklungen…

  8. Stefan

    16. Dezember 2008 — 09:46

    Bei Neukloster würde ich mal abwarten. Vielleicht überlegen es sich der Mäzen und der Handicap-Verein ja nochmal anders…

    Porz ist eine ganz traurige Geschichte. Die haben ja wirklich eine gewachsene Bundesliga-Mannschaft. Haben die denn angekündigt, dass sie nicht aufsteigen wollen?

    Nochmal zu Tegel: Das glaube ich auch nicht, dass sie absichtlich Bretter freigelassen haben. Das wäre grob unsportlich und ich habe Tegel in der Vergangenheit als eine sehr nette Mannschaft kennengelernt, der ich so etwas nicht zutrauen würde. Ich meine nur, dass man als Verein die Mannschaften verantwortungsvoll so aufstellen sollte, dass derartiges nicht passieren kann. Genug Mitglieder hat Tegel als großer Schachverein ja.

  9. Was Porz angeht, beziehe ich mich nur auf ältere Informationen aus der Vergangenheit, als man aus der 1.Buli zurücktrat…Viel. gibt es hier ja einen Meinungsumschwung; eine Bereicherung im Oberhaus wäre Porz allemal!

  10. Ich will nun nicht Interna aus der Vergangenheit bringen – nur soviel, dass es m.E. definitiv nicht Schuld der netten Leute aus der 2. Mannschaft war.

    Dass ein Verein mit dieser Basis die 2. Mannschaft nicht voll bekommt, liegt eher an der Mauer zwischen der 1. und 2. Mannschaft, die auch durch sehr gute Leistungen nicht zu überbrücken ist (und umgekehrt fallen einige Spieler auch bei unterirdischen Leistungen nicht aus der 1. heraus). Nur aus dieser Situation heraus wird es verständlich, wenn Spieler der 1. nicht in der 2. einspringen – zumal, wenn sie ungefragt dort vorne aufgestellt werden. 

    Diese fehlen dann natürlich, und der reduzierte Ersatz ist schnell aufgebraucht.

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