Schachblätter

Cottbus

Der Staf­fel­lei­ter hat vor die­ser Sai­son so lan­ge gelost, bis alle Ber­li­ner Ver­ei­ne zufrie­den waren und so muss­ten wir doch zu Lok RAW Cott­bus fah­ren, wofür der Bran­den­bur­ger Auf­stei­ger natür­lich auch nichts konn­te. Glei­ches gilt für den Sturm, der in den Tagen zuvor das Bahn­netz außer Betrieb genom­men und uns vor eini­ge logis­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen gestellt hat­te. Immer­hin brach­ten wir gegen die net­ten Gast­ge­ber, die ein wirk­lich hüb­sches Ver­eins­heim am Was­ser haben, acht Leu­te an die Bret­ter (und es ging gut für uns aus).

Das ist ein Schnapp­schuss vom 7. Brett, wo ich mich gegen Alex­an­der Leh­mann hier zwi­schen Sd5, e4 und Tc1 ent­schei­den muss­te. Wahl­wei­se han­delt es sich um eine Beweis­par­tie in 15 Zügen.

Kategorien: Local Heroes

Makkabi » « Post aus Bangkok

6 Kommentare

  1. Ich muss­te die Such­funk­ti­on für die Stel­lung bemü­hen um den Her­gang ablei­ten zu kön­nen. Offen­bar stand Grün­feld-Indisch zur Debat­te und die rei­ne Ergeb­nis-Sta­tis­tik spricht für Tc1.

  2. Stefan

    28. Oktober 2017 — 10:43

    Die Posi­ti­on gibt es tat­säch­lich in der Daten­bank? Offen­bar wird heut­zu­ta­ge jede Patz­er­par­tie erfasst. Ich habe hier wirk­lich den Turm nach c1 gespielt.

    Die wei­ße Stel­lung sieht sehr gut aus, es ist aber wohl nur leich­ter Vorteil.

  3. 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.Sf3 Lg7 5.Lg5 Se4 6.cxd5 Sxg5 7.Sxg5 e6 8.Dd2 exd5 9.De3+ Kf8 10.Df4 Lf6 11.h4 h6 ist gar nicht so selten.Allerdings wird dann viel öfter 12.Sf3 als Sxd5 gespielt. Offen­bar hat Weiß nach 12.Sxd5 Lxg5 wenig Aus­sicht auf Vor­teil: 13.De5 Th7 14.hxg5 Sc6 15.De4 Lf5 16.Df3 Sxd4 17.Da3+ Kg7 18.Se3 Dxg5 und Weiß hat Kom­pen­sa­ti­on für den Minus­bau­ern, aber nicht mehr (mei­ne ich). 

    In der hier ein­schlä­gi­gen Par­tie ging es aber offen­bar mit 12. – hxg5 wei­ter, was wesent­lich sel­te­ner ist als Lxg5. 13.Dxf6 Dxf6 14.Sxf6 Txh4 15.Txh4 gxh4 und es ist die Dia­gramm­stel­lung erreicht.

  4. Stefan

    5. November 2017 — 14:01

    Ich war sehr froh, als er mit dem Bau­ern auf g5 schlug. Ich wuss­te nur, dass Lxg5 Pflicht und kri­tisch für Weiß ist. Sxd5 ist natür­lich Kaf­fee­haus-Schach. Der Schwar­ze hat­te ein Rest­bild und dach­te, dass nach Lxg5 Weiß mit Dxf7 mattsetzt :)

    Ich wuss­te magels Daten­bank nicht, dass hxg5 über­haupt schon gespielt wurde.

  5. Kaf­fee­haus­schach passt ganz gut, es fand sich z.B. eine Par­tie Naka­mu­ra – weiß ich nicht mehr genau (Hari­krish­na oder ein ande­rer Inder, aber nicht Anand), die angeb­lich von Weiß gewon­nen wur­de, obwohl die Schluss­stel­lung eher gewon­nen für Schwarz ist. Natür­lich ging es da mit Lxg5 weiter.
    Der wohl bekann­tes­te Spie­ler, der auf hxg5 ver­fal­len ist, ist Robert Ris – war aber auch schon etwas her und ein U14-Turnier…

  6. Der Inder war Sas­i­ka­ran, und das Ergeb­nis ist korrekt.
    Im Ver­gleich zu einer ande­ren Par­tie Naka­mu­ra-Sasik­i­ran ist die Eröff­nungs­be­hand­lung aber direkt seri­ös zu nennen:-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2021 Schachblätter

Theme von Anders Norén↑ ↑