Schachblätter

Erfolglos?

Seit 1438 Tagen kämpft der Schachblogger hier für eine bessere Schachwelt. Nicht immer mit Erfolg. Ach weh, in den seltensten Fällen mit Erfolg. Nun zieht der Schachblogger die Konsequenzen.

Das Schachblog wird leider eingestellt. Glücklicherweise machen die Schachblätter keine Erfolgskontrolle.

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13 Kommentare

  1. Stefan Löffler zieht mit seinen Blogbeiträgen bloß um; die etwas melodramatische Inszenierung dieses Umzugs erinnert mich ein wenig an die Räumungsverkäufe von Teppichhändlern wegen angeblicher Geschäftsaufgabe.

  2. Ich teile dein »leider« auch nicht. Zuletzt gabs immer häufiger sensationsheischende und schlecht recherchierte Beiträge. Wenn ich nur an den Eiertanz ums Dortmund-Teilnehmerfeld nebst Löschung missliebiger Kommentare denke.

  3. @Bonaventura:
    Oder an die Abschiedstournee von irgendwelchen Altrockern, die dann doch weitermachen oder 2–3 Jahre später aus Geldmangel eine Reunion feiern.

  4. In der Tat war das Schachblog gelegentlich qualitativ fragwürdig, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Betreiber soweit ich weiß gelernter Journalist ist. Wollen wir für ihn hoffen, dass ihm nun der Hickl Jörg genug Honorar zahlt.

  5. Stefan

    4. Mai 2010 — 13:06

    Schon im Sinne der Vielfalt tut es mir um jedes Schachblog leid, das eingestellt wird. Und Stefan Löffler gehört mE zu den wenigen ernstzunehmenden deutschsprachigen Schachjournalisten, schade, dass er das Medium Blog aufgibt (die Hickl-Sache werte ich jetzt mal nicht).

  6. Bevor ich missverstanden werde: Mir ist ein Beitrag, an dem man ggfs. Anstoß nehmen kann oder diametral entgegengesetzter Auffassung ist, immer noch lieber als der Nonsens, den ein Dagobert K. so üblicherweise verzapft. Und was die Dotierung angeht, habe ich nur zitiert: »Aber nur um an anderer Stelle, vielleicht ohne einige Spitzen und Insidereien, dafür gegen ein geringes Honorar weitergeführt zu werden. Nämlich auf dem Blog von Jörg Hickls noch junger Zeitschrift Schachwelt:«

    Um Qualitätsjournalismus ist es aktuell schlecht bestellt, das gilt m.E. ganz allgemein; ist kein schachspezifisches Problem. Vor allem die Printmedien leiden doch sehr unter Rückgang vor allem bei Anzeigenkunden; und das setzt eine bedenkliche Abwärtsspirale in Gang -> Druck zur Kostensenkung -> günstig zu beschaffende Beiträge sind von Nöten -> journalistisches Niveau geht runter -> Zahl der Leser nimmt ab -> Preis muss steigen -> noch höherer Kostendruck etc.

  7. Stefan

    5. Mai 2010 — 09:07

    Letztlich geht es vielleicht um die Frage »Warum bloggen?«. Eine Antwort weiß ich freilich auch nicht.

  8. Aus Eitelkeit?

  9. Im konkreten Fall ging es Stefan Löffler ja (wie er mehrfach geschrieben hat) darum, die Aufmerksamkeitsrate für seine sonstige journalistische Arbeit zu erhöhen und somit via Blog Mehrwert zu generieren. Nicht sehr überraschend mit limitiertem Erfolg. Er hat sich ja auch offenbar nie die Souveränität entwickelt, die Zugriffsrankings zu ignorieren (eigentlich eine Grundvoraussetzung). Auch die zahlreiche, dennoch merkwürdige Berliner Bloggerszene rund um die mittlere Ostspree balanciert hier ja auf sehr dünnem kommerziellem Eis.

    »Warum bloggen« ist bei der Streubreite der Blogs sowieso eine ziemlich leere Frage. Aber zumindest kann man derzeit sagen, dass kommerzielle Gründe nicht weit tragen (und die Aufmerksamkeitsgenerierung sollte auch beiseite stehen – meine längeren Artikel, eingeladenen Vorträge oder Auftritte anderswo verlinke ich meist ebenso wenig wie Fotos – auch wenn es da 1,2 Ausnahmen gibt).

  10. Für’s Bloggen muß das Feuer innerlich brennen. Ansonsten sollte man es sein lassen. Ich hab das bei Marc Bischoff erlebt (laufsaublog). Er hat ohne dieses innere Feuer noch etwas weitergemacht und die Qualität litt ein wenig, dann hängte er das Blog an den Nagel. Stefan Löffler hätte durchaus noch durchhalten können, wenn er gewollt hätte. Hat er aber offensichtlich nicht. Seine jetzige Spielzeit bei der Schachwelt von Jörg Hickl .…zum Bilanz ziehen ist es sicher noch zu früh.

    Für’s Bloggen braucht es einen langen Atem, Freude an der Sache und Lust am Schreiben. Kommerzielle Gedanken sind okay. In Deutschland gibt es da auch positive Beispiele.

  11. @ sportinsider: Ich bin mal neugierig; welche gibt’s da so??

  12. @ElNino: Schau einfach mal in die FAZ-Blogstatistik.

    Blogs wie Stützen der Gesellschaft von Don Alphonso oder Ding und Dinglichkeit von Andrea Diener.

    Der FAZ ist es gelungen eine kleine, feine Blogstadt zu bauen. Die Blogger werden ordentlich entlohnt und bei beiden genannten positiven Beispielen ist ja auch ein bemerkenswertes Kommentaraufkommen zu registrieren.

    Oder anderes Beispiel. Dirk Müller, Börsenmakler, hat den Bogen auch raus.

  13. Was „Wie viel kann ich Ihnen schicken?“ bedeutet, weiß ich nun auch…Dirk Müller war wirklich lesenswert; Danke aber auch für alle anderen Tipps!

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