Eugen Roth: Die Meister

Ein Mensch sitzt da, ein schläfrig trüber,
Ein andrer döst ihm gegenüber.
Sie reden nichts, sie stieren stumm.
Mein Gott, denkst Du, sind die zwei dumm!
Der eine brummt, wie nebenbei
Ganz langsam: T c6 – c2.
Der andre wird allmählich wach
Und knurrt: D a3 – g3: Schach!
Der erste, weiter nicht erregt,
Starrt vor sich hin und überlegt.
Dann plötzlich, vor Erstaunen platt,
Seufzt er ein einzig Wörtlein: Matt!
Und die Du hieltst für niedre Geister,
Erkennst Du jetzt als hohe Meister!

8 Kommentare

Stefan 1. April 2009

Die spärlichen Angaben im Gedicht scheinen nicht auszureichen, um daraus eine Retro-Aufgabe zu konstruieren.

ElNino 1. April 2009

Hmmm: möglich ist’s schon, aber schön wird’s wohl nicht…

hhhhhhhhhhhhhhh 19. November 2012

lol…

Gewitterziege 19. November 2012

Das muss ich bis morgen für die Schule auswendiglernen…. DAS IST ÖDE!!
(Kennt ihr: Eugen Roth, Man wird bescheiden? Ist mein Lieblingsgedicht…)

Philipp 13. Dezember 2016

Muss das auch Auswendiglernen
Geiles Gedicht

tritonus 18. Dezember 2016

Kein Literaturverweis von Rank Zero?
Welcher Verlag hat das veröffentlicht?

Ulrike 8. Januar 2017

Hehe, schönes Gedicht, danke :)

Mras 31. Oktober 2021

Wunderbar – Lernen ist die Kunst die Leere zu füllen
und lass Dir raten am besten noch mit Koordinaten.

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