Eugen Roth: Die Meister

Ein Mensch sitzt da, ein schläfrig trüber,
Ein andrer döst ihm gegenüber.
Sie reden nichts, sie stieren stumm.
Mein Gott, denkst Du, sind die zwei dumm!
Der eine brummt, wie nebenbei
Ganz langsam: T c6 – c2.
Der andre wird allmählich wach
Und knurrt: D a3 – g3: Schach!
Der erste, weiter nicht erregt,
Starrt vor sich hin und überlegt.
Dann plötzlich, vor Erstaunen platt,
Seufzt er ein einzig Wörtlein: Matt!
Und die Du hieltst für niedre Geister,
Erkennst Du jetzt als hohe Meister!

Kategorien: Literatur

7 Kommentare

  1. Stefan

    1. April 2009 — 11:56

    Die spärlichen Angaben im Gedicht scheinen nicht auszureichen, um daraus eine Retro-Aufgabe zu konstruieren.

  2. Hmmm: möglich ist’s schon, aber schön wird’s wohl nicht…

  3. Das muss ich bis morgen für die Schule auswendiglernen.… DAS IST ÖDE!!
    (Kennt ihr: Eugen Roth, Man wird bescheiden? Ist mein Lieblingsgedicht…)

  4. Muss das auch Auswendiglernen
    Geiles Gedicht

  5. Kein Literaturverweis von Rank Zero?
    Welcher Verlag hat das veröffentlicht?

  6. Hehe, schönes Gedicht, danke :)

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