Schachblätter

Falscher Läufer

Mal wieder ein bisschen Basisarbeit. Die Literatur zu den Endspielen mit Randbauer und falschem Läufer ist einigermaßen unendlich. Das Thema ist aber klar, der König will in der Ecke pattgesetzt werden. Das Beispiel hier ist aber noch gut zu überschauen. In dieser Studie von Alexei Alexejewitsch Troizki (1896) hat Weiß den falschen Läufer, aber trotzdem einen schmalen Weg zum Gewinn. Leichte Kost.

Die Lösung bitte als Kommentar. Weiß am Zug gewinnt!

Kategorien: Schachaufgaben

Falscher Läufer (2) » « Transatlantiker (10)

3 Kommentare

  1. derber Patzer

    9. März 2007 — 12:54

    Eine sehr schöne Aufgabe! (find ich zumindest)

    1.Le6 Ke7 (Kf8? 2.h6 und da g7 und g8 gedeckt sind muss der König wegen Zugzwang zurück und der Bauer läuft durch. )
    2.h6 Kf6 (Kf8 ? 3.Ld5 oder ein anderer Tempozug und der schwarze K muss aus dem Quadrat ; Kxe6?? 3.h7)
    3.Lf5 Kf7 (Kxf5?? 4.h7)
    4Lh7 (g6 g7 und g8 sind gedeckt) Kf6
    5. Kf4 (und nun ist auch g5 weg, der weisse König muss nur noch nach g7 ) Kf7
    Der Rest ist Formsache.
    6Kf5 Kf8
    6Kf6 Ke8
    7Kg7 Ke7
    8. Lb1. usw. gefolgt von h7 und h8D

    Wenn ich jetzt drüber nachdenke, dann würde ich bei einer Turnierbeipartie bei so einer Stellung auf dem Brett erst gar keinen Gewinnversuch unternehmen (bis heute).

  2. derber Patzer

    9. März 2007 — 13:01

    TurnierPARTIE
    sorry!

  3. 1.Le6 Ke7 (1…Kf8? 2.h6, und der Pfad nach h8 ist abgesperrt.) 2.h6 Kf6 3.Lf5! Kf7 4.Lh7 und der wK hat Zeit, um sich entscheidend zu beteiligen.

    Dieses Thema wurde im Computerschach oft behandelt. In der Frühzeit galt es zeitweilig als »prinzipiell unmöglich« für Schachprogramme, das zu bewältigen – wie alle Hürden, die früher oder später doch genommen wurden. Cray Blitz spielte in den Achtzigern einmal so eine Stellung nur durch tiefe Vorausberechnung richtig. Dann hat man es Programmen aber konkret einprogrammieren können, und das Problem war weitgehend entschärft (nicht erst durch Endspieldatenbanken).

    Hier zwei Stellungen mit etwas mehr Steinen, die sich nur »mikroskopisch« unterscheiden. In der ersten hat Schwarz eine überraschende Möglichkeit Remis zu erreichen. In der zweiten geht sich dasselbe nicht mehr aus, stellt aber noch eine lustige Schwindelchance dar.

    Es ist jeweils SCHWARZ AM ZUG; das hätte ich farbvertauschen sollen.

    FEN zum importieren:

    8/8/2B1b3/8/8/2k5/6PP/5K2 b – - 0 1

    8/8/2B1b3/8/8/8/1k4PP/5K2 b – - 0 1

    In herkömmlicher Schreibweise:

    wKf1,Lc6,Bg2,h2/sKc3,Le6

    wKf1,Lc6,Bg2,h2/sKb2,Le6

    Diese Positionen habe ich benutzt, um zu testen ob und wie Schachprogramme (ohne Endspieltables!) das Motiv beherrschen bzw. wie sie den Unterschied der beiden Stellungen erfassen – mit unterschiedlichen Resultaten. Aber ich bin nicht der alleinige Urheber, denn ich habe eine Idee aufgegriffen die ich irgendwann gesehen, aber deren Quelle ich vergessen habe. Also sozusagen Studien »nach« einem unbekannten Vorläufer, wenn man so will.

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