Schachblätter

Kleiner Saisonrückblick

Die­se Sai­son war ein Beweis dafür, dass sich das Schach­spie­len in einer Mann­schaft und das Auf­hö­ren mit dem Schach­spie­len sehr gut mit­ein­an­der ver­bin­den las­sen. Hier kommt der Rechen­schafts­be­richt von mei­nen Aben­teu­ern aus der Lan­des­li­ga Ost.

3. Run­de
Andre­as Dup­ke (1765, Tur­bi­ne Neu­bran­den­burg) – Schachrentner
20 Halbzüge
1/2–1/2

13.1

Er hat­te im Eil­tem­po alles run­ter­ge­tauscht und mich mit die­ser frag­wür­di­gen Bau­ern­struk­tur zurück­ge­las­sen. Ich konn­te mich nicht zu 21…c5 nebst 22…d4 durch­rin­gen. Der Wei­ße hat­te offen­bar alle Fischer-Vide­os bei You­tube gese­hen und zeig­te ein merk­wür­di­ges Geba­ren am Brett. 

5. Run­de
Schach­rent­ner – Sieg­fried Völ­schow (1969, Water­kant Saal)
sie­ben Halbzüge
1/2–1/2

13.2

Ganz klar der emo­tio­na­le Höhe­punkt der Sai­son: Ich spiel­te gegen mei­nen Hei­mat­ver­ein (etwas, das ich eigent­lich nie machen woll­te) und wur­de im Saa­ler Sport­ler­heim herz­lich auf­ge­nom­men, obwohl ich nicht auf mei­nem Stuhl saß, son­dern auf dem Stuhl gegen­über. Das Kurz­re­mis gegen Sieg­fried war Ehren­sa­che, danach wie in alten Tagen drau­ßen gestan­den und erzählt. Beglü­cken­de Erfahrung.

7. Run­de
Micha­el Storck (1981, ESV Waren) – Schachrentner
17 Halbzüge
1/2–1/2

13.3

Ich wur­de mit 17.f4 erschreckt und bot des­we­gen nach 17…cxd4 sicher­heits­hal­ber Remis. f4-f5 ist ein Zug, den ich nur ungern zulas­se. Objek­tiv ist die Stel­lung gleich, trotz­dem hät­te ich mit 18.cxd4 Sb3 nebst 19…Da3 und 20…Sc1 wei­ter­spie­len sollen.

8. Run­de
Gerd Wind­jä­ger (1848, SV Gryps) – Schachrentner
18 Halbzüge
1/2–1/2

13.4

Wie­der ein staub­tro­cke­ner Beweis, dass mein Schwarz­re­per­toire nicht mehr als Aus­gleich her­gibt. Hier bot ich Remis an, weil allein Weiß nach 19.Lxc4 akti­ve Ideen hat (Sd4-b5-d6). Am Ende war ich der ein­zi­ge von 16 Spie­lern, der an die­sem Tag über­haupt etwas gegen den Lokal­ri­va­len abge­ge­ben hat­te. Gab ent­spre­chend lau­ni­ge Kommentare.

9. Run­de
Schach­ren­ter – N.N. (Rugia Bergen)
ein Halbzug
+:-

13.5

»Eigentlich ist er total zuver­läs­sig und sagt ab, falls er nicht spie­len kann. Ich habe ver­sucht, ihn anzu­ru­fen, es geht aber nie­mand ran.«

Kategorien: Local Heroes

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15 Kommentare

  1. 1. d4 +:-; in der Ober­li­ga hät­test Du die Par­tie wahr­schein­lich wie­der­ho­len müssen…:)

  2. Stefan

    29. April 2013 — 17:16

    Naja, wenn man 1.d4 nicht als Angriff auf den frem­den König wertet ;-)

  3. Hartplatzheld

    1. Mai 2013 — 19:10

    Du könn­test ja immer noch behaup­ten, dass du Black­mar-Die­mer spie­len woll­test :-) (ok, ange­sichts der übri­gen Par­tien erscheint die­se Behaup­tung nicht beson­ders glaubwürdig)

  4. Traum­sai­son!

  5. Ging dir genau­so wie mir. Ich konn­te auch kei­ne ein­zi­ge Par­tie gewinnen ;-(.

  6. Stefan

    2. Mai 2013 — 22:20

    … und du hast noch viel mehr Par­tien gespielt!

  7. …um am Schluss doch bei ‑3 zu lan­den. Die­se Sai­son lief ein­fach nichts bei mir.

  8. Kei­ne ver­lo­ren und soweit ersicht­lich kei­ne wirk­li­chen Feh­ler begangen…

  9. Dan­ke im Namen mei­nes Ver­eins für den „emo­tio­na­len Höhepunkt“ :)
    Was macht denn der Schach­rent­ner eigent­lich in der nächs­ten Sai­son eine Klas­se höher? Auch staub­tro­cken remis anstreben?

  10. Am liebs­ten wäre mir ja ein furio­ses Come­back des Protagonisten.….
    Schon allein, damit ich die­se Spiel­klas­se höher nicht spie­len muss. (Das hat die Mann­schaft nicht verdient. :-) )

  11. Form über die Som­mer­pau­se kon­ser­viert! Beim ers­ten Ober­li­ga­match die­ser Sai­son wirk­te sich die Fried­fer­tig­keit unse­res Blog­gers offen­bar auch auf die ande­ren sie­ben Bret­ter aus. – 4:4 bei acht Remisen…

  12. Davon aber vier mehr oder weni­ger (meins) aus­ge­kämpft. Even­tu­ell kommt noch ein klei­ner Bericht dazu.

  13. Da kann ich Ste­fan nur zustim­men; unse­re ver­blie­be­nen Schwarz­par­tien (2x Swesh­ni­kov) waren defi­ni­tiv ausgekämpft.

  14. Zwi­schen­durch stand ich auf +9 :-( (aller­dings in Zeitnot…)

  15. Okay, okay, ich neh­me zur Kennt­nis, dass 4:4 bei acht Remi­sen nur pazi­fis­tisch erschien und nun­mehr regel­mä­ßig bis zum blan­ken König gekämpft wird. (Und wenn bei­de blank sind, ist es halt auch Remis.) 

    @Richard: +9 und nicht gewon­nen? Sofort den Put­ter her­vor­ge­holt und Ein­lo­chen geübt! Ist aller­dings nicht sel­ten, das Phänomen.

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