Bayerischer Landtag, Drucksache 14/11760

Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Prof. Dr. Gantzer SPD vom 12.12.2002

Förderung des Schachsports an Schulen

Am 7./8.12.2002 fanden in Grafing die oberbayerischen Schulschach-Mannschaftsmeisterschaften statt. Es waren von den Grundschulen bis zu den Gymnasien in sechs Altersklassen insgesamt 35 Mannschaften am Start. Schweierigkeiten gab es bei der Vorbereitung durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus, das sich weigerte, den Veranstaltern die E‑Mail-Adressen der oberbayerischen Schulen herauszugeben mit dem Argument, die Adressen würden sich dauernd ändern oder würden nicht stimmen. (…)

Ich frage die Staatsregierung:

1. Ist Schach ein Sport?
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4. Weswegen können zum Zwecke der Einladung zu solchen Veranstaltungen keine E‑Mail-Adressen der Schulen herausgegeben werden?
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Antwort des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 19.02.2003

Zu 1.: Das Spielen von Schach wird nicht in der Liste der Schulsportarten aufgeführt. Die Aufgabe des Schulsports ist vor allem durch motorische Ziele und Inhalte gekennzeichnet und hat nicht zuletzt der gesundheitswirksamen Komponente der körperlichen Bewegung, unter anderem auch als Ausgleich zur sonstigen schulischen, überwiegend statischen Beanspruchung der Schüler Rechnung zu tragen. (…)

Zu 4.: In Bezug auf die in der Anfrage angesprochenen regionalen Wettbewerbe möchte ich hier ausdrücklich den Schulschachwart das bayerischen Schachbundes, Herrn Ronald Chrobok, zitieren, dass sich bei der Organisation von regionalen Schulschach-Mannschaftsmeisterschaften die Kooperation des bayerischen Schachbundes mit den regionalen Schulverwaltungen, wie zum Beispiel den Ministerialbeauftragten, sehr bewährt hat.
(…)