Schachblätter

Mansube (2)

Eine Aufgabe im Schatrandsch heißt Mansube. Diese hier stammt aus dem von Abu Zakariya Yuhya ibn Ibrahim al-Hakim im Jahre 1360 geschriebenen Manuskript Der Reiz der Klugheit in dem bekannten Schachspiel. Ich habe die Stellung aus dem Buch hoffentlich zutreffend in dieses Diagramm transkribiert:

Aufgabenstellung und Lösung stehen wahrscheinlich über und neben der Handzeichnung oben und müssen erraten werden. Ich nehme an, dass es nicht darum geht, den schwarzen König einzügig mattzusetzen. Auf a6, c5 und h3 sehen wir einen Alfil, der diagonal auf das übernächste Feld zieht und dabei auch eigene oder fremde Figuren überspringen kann. In der Diktion des Problemschachs: ein 2:2‑Springer.

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Kategorien: Schatrandsch

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3 Kommentare

  1. Vielleicht geht es darum, dass Schwarz (oder sollte ich sagen »rot«?) am Zug ist? Bei den Mansuben war es wohl öfters so, dass der gewinnt, der beginnen darf. (Irgendwann habe ich mal aufgeschappt, dass dergleichen für Wetten gebraucht oder auch missbraucht wurde, das ahnungslose Opfer durfte sich die Seite aussuchen, der andere aber wollte »nur« am Zug sein.)

  2. Um kein loses Ende zu hinterlassen, sei hier noch 1.-Te3+ 2.Txe3 Sxf4# notiert.

  3. Das Motiv wird noch einmal gespiegelt: 1…Te3+ 2.Axe3 Tc3+ 3.Txc3 Sb2# oder Sb4#. Der Springer auf a4 macht die Aufgabe wohl nebenlösig.

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