Silvesterrätsel 08 = Retro (11)

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Wenn Olaf ein indirektes Silvesterrätsel macht, können wir uns natürlich nicht lumpen lassen, erfüllen brav alle Erwartungen der verehrten Leserschaft und kommen mit einem direkten Silvesterrätsel.

Noch eine Aufgabe von Frank Hegermann, aber eine Steigerung im Schwierigkeitsgrad.

Der letzte schwarze Stein, der geschlagen wurde, war die Dame. Wo geschah das und mit welchem Zug genau? Antworten bitte auch hier als Kommentar.

Kategorien: Schachaufgaben

6 Kommentare

  1. Vorerst nur eine kurze Sammlung von zehn Minuten Gedanken, ich muss leider los.

    Lb2 und Sc1 sind offenbar durch Unterverwandlung entstanden. Desgleichen einer der Türme, da Th8 nicht rauskaum und in der Ecke geschlagen wurde. Also haben sich alle drei schwarzen Bauern verwandelt, geschlagen wurden außerdem noch schwarze Dame, weißfeldriger L und beide Springer auf dem Feld.

    Der schwarze a‑Bauer musste mindestens einmal schlagen, um sich verwandeln zu können. Es wurde aber sogar zweimal geschlagen, denn der schwarze L hat sich auf c1 oder a1 gebildet, ebenso wie im letzten Zug der Springer. Weiter hat f7 auf e6 geschlagen. Insbesondere war der letzte schwarze Zug c2-c1S+ und nicht d2xc1S+.

    An weißen Figuren wurden geschlagen der Lf1, ein Bauer und beide Springer (einer davon auf e6, der c‑Bauer und der andere Springer beim schwarzen Bauerndurchmarsch).

    Weiße Schlagfälle gab es auf jeden Fall auf a3 und beim e‑Doppelbauern.

    Der La4 ist auch verwandelt, und zwar auf e8 oder g8 (der c‑Bauer wurde ja geschlagen) – der dritte weiße Schlagfall. e4 war daher ursprünglich d‑Bauer.

    Nun bin ich vorerst in der Sackgasse: Wenn der La4 über f7xTg8 entstanden ist, bxa3 den schwarzen S und d3xe4 den schwarzen L geschlagen hat, kommt man scheinbar mit der Struktur hin, ohne sich um die schwarze Dame große Gedanken machen zu müssen. Irgendetwas fehlt mir.

  2. Ich würde sagen die Partie kann in den letzten Zügen nur wie folgt verlaufen sein:
    ‑1. bxa3+ , Ld4-b2+ 0. Lg1-d4+ , c1S+.
    Die ganzen Schachs sind nicht anders möglich (bei meinem beschränkten Ãœberblick). Also wurde die Dame auf a3 geschlagen. Ich habe bloß nicht so genau begriffen, warum als letzten schwarzen Zug dxc1S+ nicht in Frage kommt. Wenn das bewiesen ist, haben wir ja die Lösung.
    So, ich übergebe an Euch…
    P.S. Frohes neues Jahr

  3. Ich kenne die Lösung auch nicht (und weiß nicht, wo man sie finden kann). Habe jetzt sogar mal das Brett aufgebaut und die letzten Züge nach dunchabans schlüssigen Angaben zurückgenommen, ohne entscheiden zu können, ob der Bauer von b2 auf a3 einen Springer oder die Dame geschlagen hat – der Läufer von c8 kann es nicht gewesen sein ;-). Weil b2 bis kurz vor Schluss gestanden hat, müssen sich übrigens alle drei schwarzen Bauern auf c1 verwandelt haben. Der letzte Zug war c2-c1S+, von d2 kann der Bauern nicht gekommen sein, weil nur drei weiße Figuren (der c‑Bauer und die beiden Springer) geschlagen worden sind – und das haben der schwarze a‑Bauer und der schwarze b‑Bauer besorgt, die ja auf die c‑Linie gebracht werden mussten.

    Ansonsten fällt mir nicht viel ein. d3xe4 kann erst geschehen sein, nachdem der unterverwandelte weißfeldrige Läufer vom Königs- auf den Damenflügel überführt worden ist.

    Wenn man beweisen könnte, dass beide schwarzen Springer anderswo als auf a3 geschlagen worden sind…

  4. Stefan

    3. Januar 2009 — 06:53

    Korrektur meines letzten Kommentars:

    Der unterverwandelte schwarze Turm muss durch b2-b1T entstanden sein. Schwarz konnte ja am Damenflügel nur zweimal schlagen (den c‑Bauern und einen Springer), der andere weiße Springer ist auf e6 geschlagen worden, der Läufer auf f1 und der weiße f‑Bauer hat sich auf e8 oder g8 in den Läufer verwandelt, der jetzt auf a4 steht.

    Das bedeutet, das bxa3 schon vor längerer Zeit geschehen sein muss, damit ein schwarze Bauer auf der b‑Linie durchlaufen konnte, dunchabans Zugfolge kann deshalb leider nicht stimmen.

    Der letzte Halbzug muss c2-c1S+ gewesen sein. Der Springer kann sonst nirgendwoher gekommen sein.

    Davor muss Weiß Lg1-d4+ gespielt haben, weil er sonst vor c2-c1S+ im Turmschach gestanden hätte. Davor kann aber nicht Ld4-b2+ geschehen sein. Anderenfalls wäre davor b2xa3+ zwingend gewesen. Das lässt sich nur dadurch reparieren, dass man auf d4 einen schwarzen Springer einfügt, der das Turmschach aufhebt. Weiß hat also Lg1xSd4+ gespielt! Der schwarze Läufer auf b2 stand schon länger da.

    Jetzt fehlt noch ein Beweis, dass der andere schwarze Springer auf e4 oder e8/g8 geschlagen worden ist…

  5. Lg1xSd4+ scheitert freilich an der Voraussetzung, dass als letzter schwarzer Stein die Dame geschlagen worden sein soll. Tatsächlich braucht man die ganzen Schlagzählungen nur dafür, um bxa3 in der Lösung auszuschließen. 

    Die letzten Züge waren daher ‑1. Tc3xDb3+ Ld4-b2+ 0. Lg1-d4+ c2-c1S+, die schwarze Dame ist also auf b3 mit dem einzig möglichen Zug Tc3xb3+ geschlagen worden.

  6. Oje, die Aufgabenstellung sollte man doch sorgfältiger lesen. Der häufigste Klausurfehler…

    Ich gehe mal davon aus, dass die Sache jetzt gelöst ist. Vielen Dank fürs Mitmachen.

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