Hat es eigentlich politische Gründe, dass

a) kein russischer Spieler am Tata Steel Masters teilnimmt und
b) die Russische Verteidigung auf höchstem Niveau praktisch nicht mehr vorkommt? 

Vereinsabend X

Eigentlich wollte ich von meinen Heldentaten beim monatlichen Blitzturnier in unserem Vereinsheim berichten. Stattdessen konzentriere ich mich auf meinen pädagogischen Auftrag, nachdem ich daselbst feststellen musste, dass nicht alle Turnierteilnehmer das Geburtstags-Lied von Krokodil Gena kannten. Oleg natürlich ausgenommen (»Jeder kennt dieses Lied«). Ich bitte die kleine Abschweifung zu entschuldigen. Пусть бегут неуклюже Пешеходы по… Vereinsabend X weiterlesen

Heute passt das Thema besonders gut: Der Elefant im Schach. Im chinesischen Schach geben die Elefanten dem Spiel den Namen – Xiangqi. Dabei sind sie dort auf eine schon fast antiquiert zu nennende Art schwach, sie können nur zwei Felder diagonal ziehen und dürfen den Fluss in der Mitte nicht überqueren. Die Elefanten sind damit reine Verteidigungsfiguren, was ihrem tatsächlichen Gemüt vielleicht auch am besten entspricht. Insgesamt stehen ihnen nur sieben Felder zur Verfügung. Im persisch-arabischen Shatranj, aus dem sich die modernen Schachregeln entwickelt haben, sah es nicht viel besser aus. Immerhin durfte der Alfil dort schon springen und das ganze Brett benutzen. In jeder Hinsicht kein Vergleich zur Bewegungsfreiheit des Läufers heute. Im Russischen hat sich sein Vorgänger noch erhalten, dort heißt der Läufer слон – Elefant.