Vereinsabend XV

Nach einem Schwätzchen und ein bisschen Blitz-Gestocher fiel uns schließlich noch eine Schachzeitung in die Hände und diese Stellung ins Auge:

jordan
8/8/1p1p1B2/pPkP2p1/PpP3P1/1P6/8/KN6 w – - 0 1

Blieb trotz einiger Anstrengung ungelöst und stellt sich doch als eine ziemliche Fummelei dar. Wenn vielleicht jemand aus der verehrten Leserschaft …

Matt in neun Zügen (Raúl Jordan, Schach 1995). Antworten bitte als Kommentar.

16 Kommentare

FRi 26. August 2010

Wegen der schwarzen Pattstellung ist 1.Sa3 ba3 2.Ka2 Kb4 ja fast erzwungen, aber was tut man dann? 3.La1 Kc5 4.Kb1 dürfte zu langsam sein, um die Mattstellung wKc3 wLb2 sKa3 sBa2 zu erreichen.
Der Autor war übrigens schon in jungen Jahren ein starker Löser und Komponist, hatte sich dann zwischenzeitlich dem Schriftstellern zugewandt (u.a. „Waldmensch“), neuerdings gibt es aber auch wieder problemschachliche Aktivitäten von ihm zu sehen.

GH 26. August 2010

Wäre 1. Sa3 ba 2. Kb1 a2+ (2. …Kb4 3. Kc2) 3. Kc2 a1=D 4. La1: nicht auch eine „Startoption“…? Auf c2 steht wK doch recht aktiv.

Stefan 26. August 2010

Geht alles in die richtige Richtung, aber schon im zweiten Zug weicht die Lösung ab. Man muss wohl tatsächlich ein Brett aufbauen…

FRi 27. August 2010

Auf ’nem klickbaren Dia bin ich jetzt bis 1.Sa3 bxa3 2.Lc3 a2 3.Lb2(f6?) Kb4 4.K:a2 Kc5 5.Kb1 Kb4 6.Kc2 Kc5 7.Kd3 Kb4 gekommen, was wegen des hängenden Bb3 nicht gut aussieht. Der entscheidende Kniff fehlt also noch, ich vermute nun ein Lmatt von f6 aus, worauf auch das Bauernpaar g4/g5 hindeutet (könnte die Züge des L in der Südost-Ecke eindeutig gestalten).

FRi 27. August 2010

Ich habs jetzt: Im 3. Zug folgt die Rückkehr Lf6. Wenn man sich den Bauernklumpen ansieht, bekommt man heraus, welchen man davon zum Block opfern kann.
Wer mag noch?

Stefan 27. August 2010

Wir haben ewig an dem hängenden Bauern auf b3 und diversen Pattvermeidungen geknobelt, natürlich auch an Durchbrüchen. Die Lösung ist aber nicht gerade intuitiv und hinten raus ziemlich laut…

MiBu 27. August 2010

Achso, mit der Vorgabe habe ich es auch gefunden, wobei der Bb3 eben nicht eingestellt wird: 1.Sa3 bxa3 2.Lc3 a2 3.Lf6 Kb4 4.Kxa2 Kc5 5. Kb2 Kb4 6.Lxg5 (Hier ist die Schwierigkeit, der L kann dann doch die lange Diagonale verlassen, ohne dass der sK über d4 oder c3 entkommen kann.) Kc5 7.Le3+ Kb4 8.c5 und 9.Ld2#
Das Pendel f6-c3-f6 ist nötig, um den sB nach a2 zu zwingen, damit man ihn ohne Patt schlagen kann.
Rein ästhetisch spricht mich die Aufgabe allerdings nicht sonderlich an.

Stefan 28. August 2010

Dann können wir ja zu neuen Taten schreiten, danke fürs Mitmachen. Besteht Interesse an einem weiteren Mehrzüger dieses Autors? Oder lieber eine Xiangqi-Aufgabe? Oder Tsume-Shogi?

MiBu 30. August 2010

Wenn es sonst keine Meinungsäußerungen gibt, votiere ich defaultmäßig für eine Schachaufgabe von wem auch immer, da ich die asiatischen Versionen nicht beherrsche…

HL 30. August 2010

Wenn‚s dann bei dem Termin in knapp zwei Wochen bleibt, ist natürlich ganz klar, was für eine Aufgabe…

FRi 30. August 2010

Wie wäre es mal mit einem Go-Problem?
Gibt es so etwas überhaupt?

Stefan 30. August 2010

Die Frage geht an Katchumo, der müsste dann diesen Artikel fachkundig betreuen. Von mir aus gern. Ich kann ja mal mein Go-Büchlein konsultieren.

HL 2. September 2010

Als wir die letzten lauschigen Sommerabende teilweise draußen gespielt haben, meine ich, gesehen zu haben, dass von den Go-Spielern jemand ein Buch dabei hatte und dann Aufgaben ala „Lebt Schwarz und wenn ja wie?“ etc. aufgebaut wurden. Aber ob es wirklich Studien gibt, weiss ich nicht…Au ja, das wäre was: neben Märchenschach auch Märchengo oder gleich feengo ;-)

Losso 3. September 2010

Ich besitze das Buch „Graded Go Problems 30–25 kyu“, in dem sich Aufgaben für blutige Anfänger befinden.

FRi 3. September 2010

Ich kenne von Go nur die Grundregeln, habe aber früher im sehr interessiert die Go-Seite in „Schach“ studiert (wer erinnert sich noch?), das Spiel ist schon faszinierend. Und immer noch eine Domäne des Menschen, m.W. gibt es hier noch keine Gefahr durch Raub‑, Stock- oder andere Maschinenfischarten.

Mynona Zwo 6. September 2010

Ich kenne selbst die Grundregeln von Go nur ungenügend, kann mich aber auch noch gut an die Go-Seite in „Schach“ erinnern. Wenn ich mir die Steine so ansehe, scheint es zumindest keinen Stress mit Thomas Müntzer vs. Monarchie etc. zu geben.

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