Das ist keine Rezension

Eigentlich sollte hier eine Rezension der letzten Schach-Zeitung stehen. Ich hatte im Zeitungsladen kurz reingeblättert und war über die Buchbesprechungen von Harald Keilhack gestolpert. Dann habe ich das Heft kurzentschlossen gekauft. Es kostet jetzt fünf Euro. Die Buchbesprechungen habe ich zuerst gelesen. Ich mag den wohltuenden Ernst, mit dem Herr Keilhack Literaturkritik betreibt. Es ging um ein paar neue Eröffnungsbücher. Das Englisch-Buch von Watson und noch ein paar andere. So ganz genau kann ich es nicht mehr sagen. Ich habe die Zeitung irgendwohin gelegt, wo ich sie im Moment nicht wiederfinde.

Kann man eine Zeitschrift rezensieren, die man gar nicht hat? Mancher meint ja, dass die ganze Literaturkritik nach dieser Methode funktioniert. Und tatsächlich habe ich meine besten Deutschaufsätze auch über Bücher geschrieben, die ich nicht gelesen hatte. An einige Sachen aus dem Heft erinnere ich mich aber noch. Sebastian Siebrecht schrieb über die Deutsche Meisterschaft. So schlimm sei das bisschen Dopingprobe gar nicht gewesen. Als ob es darum ginge. Im Bericht über das Corus-Turnier eine kurze Stelle zum einzigen deutschen Teilnehmer Frank Holzke. Ein Verwaltungsrichter in Wijk aan Zee! Darüber hätte ich in einer deutschen Zeitschrift gern mehr gelesen. Wie kommt er dorthin? Wie hat es ihm gefallen? Stattdessen der übliche Prominentenball. Vielleicht kommt ja dazu noch etwas im nächsten Heft.

Fällt mir noch was ein? Erst einmal nicht. Ich melde mich vielleicht noch mal, wenn ich das Heft wiedergefunden habe.

Kategorien: Zeitungen

4 Kommentare

  1. Man muss ja heute genau sein: Meinst Du „Zeitschrift Schach“?

  2. Stefan

    17. März 2009 — 16:37

    Ja, die meine ich. „Schachzeitung“ habe ich mir angewöhnt, als sie noch EVP 1,20 M kostete. Wie ich gerade sehe, gibt es jetzt ja noch eine andere Schach-Zeitung. Ich habe im Text mal einen Link eingefügt, um diese Unklarheit zu beseitigen. Danke für den Hinweis darauf!

  3. Anand, Carlsen, Iwantschuk und wie die ganz Großen alle heißen, bis zum Gehtnichtmehr.
    Der Rest zusammengestoppelt, das ganze ein zäher Brei, eine klebrige Masse.
    Das Heft einmal von vorne nach hinten durchgeblättert, danach zur Seite getan. Anders als Stefan weiß ich, wo ich es hingelegt habe, doch verspüre ich kein Bedürfnis, noch einmal hineinzusehen.
    Abo-Kündigung per Ende 2009.

  4. Ich will jetzt auch nicht lange rezensieren: Das neue Heft 4/2009 ist da; auch die ganzen „Stars“ sind wieder drin und werden lang und breit besprochen…BlaBlaBla:-( Aber es sind auch gute Sachen drin (Interview mit Horst Leckner, kurzer Bericht zur Europameisterschaft, Interviews mit beiden Streithähnen I. Kurnossow und S. Mamedjarow, BuLi-Bericht) Aber ob das den Preis von 5,00 € rechtfertigt?! Wo ist eigentlich das Ergebnisheft geblieben, was den Abos beilag? Still und heimlich verschwunden…:-(

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