Protzen

– ich mag kei­ne schach­spie­ler. kal­tes kal­ku­lier­spiel. bah.
– Wenn wenigs­tens noch was dabei her­aus­kä­me. Aber die­ses Vor­der­hirn-Potenz­ge­prot­ze ödet mich auch an.
– sie ste­cken die köp­fe zusam­men. und sie wol­len sich schla­gen, ohne sich dabei in die augen zu schau­en. bestimmt rie­chen sie nach schweiss dabei (nichts gegen schweiss, eigent­lich). man spielt dann wohl mit ver­gnü­gen gegen­ein­an­der, egal, ob man sich dann denn auch rie­chen kann …egal. …kalt.
– Ich hat­te bei den meis­ten gro­ßen Schach­leu­ten zuver­läs­sig den Ein­druck, daß da eine unglaub­li­che, müh­sam sub­li­mier­te Aggres­si­on am Werk ist. Gegen gemüt­li­ches Fei­er­abend­schach kann man ja kaum was haben. Aber die­ses Groß­meis­ter­ge­tue – elend.

anders­neu dis­ku­tiert neu­ro­na­le Prozesse

Kategorien: Marginalien

2 Kommentare

  1. Das fin­de ich jetzt sehr komisch. Ich woll­te heu­te mor­gen einen Kom­men­tar zu eurer aktu­el­len Schachaufgabe 

    http://schachblaetter.de/?p=321

    schrei­ben, aber weil ich als blu­ti­ger Anfän­ger schon zehn Minu­ten brauch­te, um zu erken­nen, war­um Weiß über­haupt so exis­ten­zi­ell bedroht ist, ließ ich’s dann lie­ber bleiben.

  2. Die sub­li­mier­te Aggres­si­on spürt man manch­mal sogar beim Onlineblitz, obwohl dort der Geg­ner meist nur durch die Züge selbst, und einen mehr oder weni­ger ori­gi­nel­len Nick­na­men, in Erschei­nung tritt. Man­che spie­len erst (über)aggressive Züge sehr schnell, aber die Bedenk­zeit steigt typi­scher­wei­se deut­lich, wenn ich ihn end­lich zu einem defen­si­ven Zug zwin­gen kann. Die­se Spie­ler has­sen es, Figu­ren „rück­wärts“ zie­hen zu müs­sen. Sehr ger­ne geben sie augen­blick­lich auf, wenn der gleich in der Eröff­nung vor­ge­tra­ge­ne hek­ti­sche Angriff nicht durch­schlägt. Oder sie ver­bei­ßen sich und Du mußt sie matt­set­zen: Sie haben den Knopf zum Auf­ge­ben abmontiert. :)

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