Schachblätter

Sammler

Unbedingte Leseempfehlung für New In Chess 5/2008. Dirk Jan ten Geuzendam schreibt über den wahrscheinlich größten Schachbuchsammler der Welt, Jurgen Stigter. Allein dieser Text sollte genug Anlass sein, das Heft zu lesen. Hinzu kommt ein Essay von Victor Bologan über das Comeback-Phänomen Gata Kamsky. Und Jan Timman analysiert Carlsens Endspieltechnik (He can still get stronger).

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16 Kommentare

  1. Mein veraltetes Wissen führt immer noch Lothar Schmidt als größten Sammler, aber vielleicht war das nur national?

  2. Stefan

    4. September 2008 — 11:11

    Das kommt davon, wenn man aus dem Gedächtnis schreibt und die Quelle nicht nochmal nachschlägt. Schmidts Sammlung wird tatsächlich als die unzweifelhaft größte der Welt bezeichnet. Stigter war einmal bei Lothar Schmidt eingeladen, habe aber längst nicht alles sehen dürfen. Es gäbe Gerüchte, dass Schmidts Familie wolle, dass Lothar Schmidt seine Sammlung verkaufe. Schmidt habe deshalb sicherheitshalber einen Preis von fünf Millionen Euro aufgerufen, der so hoch sei, vor allem auch, weil es keinen Katalog der Sammlung gäbe!

    Danke für den Hinweis und beste Grüße in den Süden. Noch immer vereinslos? Oder Schachkarriere beendet?

  3. Schmid. Lothar Schmid.

  4. Lothar Schmid liegt (und das ist meines Wissens nach noch nicht beendet) mit dem Land Sachsen in Sachen »Karl May« über Kreuz…
    Das soll sein Lebenswerk (als Sammler, Schachspieler, Schiedsrichter und Verleger) aber in keinster Weise schmälern!

  5. Ja, Schmid ohne dt, da war die Tastatur schneller als das alterslahme Gedächtnis, mea culpa.

    PS: Ad Karriere: Da es mit dem Profitum nichts wurde und ich seltsamerweise nicht für das Olympiateam nominiert wurde, melde ich mich erst jetzt hiesig an. :-)

  6. Stefan

    4. September 2008 — 14:37

    Schmid steht auch in NIC. Da sieht man mal wieder den Seriösitätsvorsprung der Holzmedien gegenüber Blogs.

    @Etez: Mithilfe chinesischer Sportärzte hättest du es doch locker in die Jugendolympiamannschaft schaffen können.

    @ElNino: Mir war die kulturelle Bedeutung Karl Mays gar nicht so bewusst. Diesselbe Liga wie Kafka…

  7. Für 15 Mille muss man sowas wohl sagen…Oder liegt es am Alter? Aber ich will nicht vom Thema abweichen…Ist ja schließlich kein »Karl-May-Blog«!

  8. Vielleicht fände man dann bei dem (Klein-)Kriminellen May ebenso überaus moralisch verwerfliche und die Sinne vernebelnde Hefte wie bei Kafka.

    Aber ernsthaft: Soweit ich weiß, wollte Karl May das Faktotum Hobble-Frank zuerst als Würdigung Kafkas Hobble-Franz (aber nicht Hobble-Frantisek) nennen.

    PS: Mir ist auch so, als ginge es dem Verlag nicht allzu gut (Quelle: chinesisch aufgedoptes Hinterhirn).

  9. Damit bonaventura es nicht selbst tun muss ;-) hier ein Kommentar zum May-Kafka-Vergleich aus dem von ElNino verlinkten Interview.

  10. Vielleicht haben die 15 Mille denselben Grund wie die fünf Mille: Herr Schmidt möchte den Nachlass gern behalten?

  11. @ kleineme:
    Danke für den Hinweis und den Denkanstoß!

  12. Allmählich muss ich mich wohl damit anfreunden, alsbald Pierre Brice in »Der Prozess« zu sehen (oder passt vielleicht »Die Verwandlung« doch besser?).

  13. Stefan

    5. September 2008 — 10:21

    Franz Kafka: Wunsch, Indianer zu werden

    Wenn man doch ein Indianer wäre, gleich bereit, und auf dem rennenden Pferde, schief in der Luft, immer wieder kurz erzitterte über dem zitternden Boden, bis man die Sporen ließ, denn es gab keine Sporen, bis man die Zügel wegwarf, denn es gab keine Zügel, und kaum das Land vor sich als glattgemähte Heide sah, schon ohne Pferdehals und Pferdekopf.

  14. Hab mich mal schlau gemacht: Bis jetzt gibt es nichts Neues in der Sache 15 Millonen/ 3,5 Millionen! Man redet aber noch miteinader (wenn auch nur noch lose…)

  15. Jetzt habe ich mir den Artikel über Stigter auch einmal angeschaut.
    Einige spontane Gedanken:
    Als Verlagserbe verfügt Stigter über unbegrenzte finanzielle Mittel, die Bücher häufen sich, teils ungeordnet im ganzen Haus. Ist das Anhäufen von Büchern auf diese Art und Weise eine anzuerkennende »Leistung«? Ob er das auch alles lesen kann? Nein, kann er nicht. Schade eigentlich, dass diese Raritäten ungenutzt vor sich hin schlummern.
    Was den Größenvergleich mit Schmid angeht: wie will man die Größe einer Bibliothek feststellen, wenn es keinen Katalog gibt? Es gibt nicht einmal anerkannte Maßstäbe, wie man mit mehrbändigen Werken oder Zeitschriften verfährt (1 Zeitschrift mit 100 Jahrgängen = 1 Band oder 100 Bände?).

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