Da klet­ter­te sie wie ein Wie­sel von ihrem Gum­mi­baum her­ab, stell­te sich vor Kon­rad auf und rief empört: „Was fällt die eigent­lich ein, du Lau­se­jun­ge? Ich bin eine Prin­zes­sin und hei­ße Petersilie!“
Kon­rad war nicht fähig, etwas zu erwi­dern. Denn das Mäd­chen, das Peter­si­lie hieß, war schwarz und weiß kariert!
„Mensch“, sag­te er schließ­lich. „Auf dir kann man ja Schach spielen!“
Sie gab ihm ein Stück von ihrer Ana­nas und sag­te: „Mein Papa ist ein berühm­ter schwar­zer Süd­see­häupt­ling. Und Mut­ti ist Hol­län­de­rin. Sie war, bevor sie mei­nen Papa hei­ra­te­te, Tipp­fräu­lein in einer hie­si­gen Kokos­flo­cken­farm. Und des­halb bin ich schwarz und weiß gekäs­telt. Sieht es sehr scheuß­lich aus?“
„Das kann ich nicht beur­tei­len“, ent­geg­ne­te der Jun­ge. „Mir gefällt’s! Ãœb­ri­gens hei­ße ich Konrad.“
Die klei­ne Peter­si­lie mach­te einen Knicks.

Erich Käs­t­ner: Der 35. Mai